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Robert Walser-Preisverleihung

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Veranstaltungsdaten


Nicht vorhanden

Veranstaltungsort


 Farel-Haus
Oberer Quai 12
2502 Biel/Bienne

Veranstalter


 Fondation Robert Walser Biel/Bienne
Untergasse 60
2502 Biel/Bienne

Weitere Informationen


Veranstaltung (Webseite)
 www.robertwalserpreis.ch
Robert Walser-Preis, Internationale Auszeichnung für Erstlingswerke in Prosa Preisverleihung am Freitag, 23. September 2022, 18.00 Uhr, im Farelhaus, Oberer Quai 12, 2502 Biel/Bienne

2022 vergibt die Stiftung Robert Walser Biel/Bienne
wiederum einen deutsch- und einen französischsprachigen Erstlings-Preis gleichzeitig. Die Preissumme beträgt je CHF 20’000.
Die Preise gehen an Magdalena Schrefel für Brauchbare Menschen (Suhrkamp Verlag März 2022) und Rémi David für Mourir avant que d’apparaître (ed. Gallimard August 2022).
Magdalena Schrefel, geboren 1984, lebt in Berlin.
Rémi David, geboren 1984, lebt in Alençon (F).
Begründung der Jury für Magdalena Schrefel: Mit
Brauchbare Menschen legt Magdalena Schrefel zwölf Erzählungen vor, die sowohl ihr dramatisches Können als auch ihre Kunst pointierten Erzählens bezeugen. Dabei konzentriert sie sich thematisch auf den arbeitenden Menschen und auf Aspekte, die seit den soziologischen Impulsen der Neuen Sachlichkeit nur selten literarisch verhandelt werden. Was ist Arbeit und was macht sie aus den Menschen? Werden sie von Maschinen ersetzt oder gar selbst auf ein Maschinendasein reduziert? Was sind brauchbare Menschen? Wie steht es um die Aussortierten, Unbetrauerbaren, Namenlosen an
den Rändern der postmodernen Arbeitswelt? Deren Selbstbild steht ebenso auf dem Spiel wie Sinn und Struktur von Arbeit generell. Magdalena Schrefel
entwickelt für diese existentiellen Fragen mal hintergründige, mal eigensinnig-poetische, immer wieder überraschende, dramaturgisch elegant beschleunigte und motivisch verzahnte Erzählungen, die von politischem Engagement zeugen, dabei aber ganz auf die Autonomie der Literatur bauen.
Robert Walser-Preise 2022
Die deutschsprachige Jury bildeten unter dem Vorsitz von Stefan Humbel (Bern) Ina Brückel (Basel), Dorothea Dieckmann (Vörstetten), Andreas Langenbacher (Bern) und Camille Luscher (Lausanne).

Begründung der Jury für Rémi David: Der Roman hat die Jury durch seine Frische und nur vordergründige Schlichtheit überzeugt. Er evoziert die Ambivalenz und die Heftigkeit der Gefühle Jean Genets für diejenigen, die er opferte, um seine Inspiration zu nähren. In rigoroser historischer Herangehensweise, wirklichkeitsnahen Figuren und bestechenden Dialogen zeigt der Roman, welche Macht Genet über Abdallah, seinen «Seiltänzer», ausübte, in einer Intimität, die mit jener zwischen Marguerite Duras und Yann Andréa zwei Jahrzehnte später vergleichbar ist.
Über das Bild einer Epoche hinaus hinterfragt Mourir avant que d'apparaître die vampirhafte Natur der Kunst und ihr ständiges Bedürfnis, sich zu erneuern, um letztlich die Realität zu gestalten, manchmal auf Kosten der Menschen, die in ihr leben.
Die französischsprachige Jury bildeten unter dem Vorsitz von Malika Wagner (Montmorency) Aline Delacrétaz (Lausanne), Stéphane Dubois-dit-Bonclaude (Genève), Noëlle Revaz (Biel), und Muriel Zeeder Berset (Belfaux).


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