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Lena Maria Thüring, «Liquid Connections, Part IV: Water, Other, Matter, Matrix»

Ausstellungen

Veranstaltungsdaten


Nicht vorhanden

Veranstaltungsort


 videokunst.ch Videofenster Bibliothek Bümpliz
Bernstrasse 77
3018 Bümpliz

Weitere Informationen


Veranstaltung (Webseite)
 www.videokunst.ch
Die Videoarbeit «Liquid Connections» von Lena Maria Thüring beschäftigt sich mit den wechselseitigen Beziehungen und Verbindungen zwischen dem menschlichen Körper und dem Element Wasser.

Das mehrteilige Video- und Ausstellungsprojekt «Liquid Connections» von Lena Maria Thüring untersucht das Verhältnis von menschlichem Körper und dem Element Wasser, einerseits als eine Auseinandersetzung mit dem Ursprung unseres Seins und andererseits mit der Gefährdung unserer Existenz durch das Fortschreiten des Klimawandels. Wir freuen uns, den vierten und letzten Teil von «Liquid Connections» bei uns präsentieren zu dürfen.

Eine dichte, poetische Textcollage, ein Science-Fiction-Sirenengesang über Salz, Sex, Tiefenzeit, Lebenszyklen und artenübergreifendes Denken bildet das Kernstück des Videos. Wissenschaftliche Quellen, spekulative Literatur und popkulturelle Referenzen fliessen nahtlos ineinander, als Sprechgesang, der sich zugleich wie ein Sediment im Untertitel festsetzt.
Wasser als Hauptprotagonist:in, die uns alle verbindet und sich wie ein Fluss durch die Geschichte des irdischen Lebens zieht. «Liquid Connections» schafft eine Art Unterwasserwelt, welche durch die Performerinnen Zainab Lascandri und Lucia Gugerli mittels amorpher Kostüme, Sprechgesang und Tanz aktiviert wird. Der Anstieg des Meeresspiegels aufgrund der Klimaerwärmung wird in ihrem Text zur spekulativen Vision einer Rückkehr ins Wasser und verhandelt die Möglichkeit der Transformation des Menschen hin zu einer «Multispecies», die den Herausforderungen der Zukunft besser begegnen kann.

Lena Maria Thüring (*1981) schloss 2014 ihren Master in Fine Arts an der ZHdK ab und unterrichtet seither am Institut Kunst an der FHNW in Basel. Im Zentrum ihrer künstlerischen Auseinandersetzung steht ihr Interesse an sozial-politischen Gegebenheiten und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Thüring befragt mittels unterschiedlicher Medien wie Video, Ton, Fotografie, Performance oder Installation gesellschaftliche Systeme sowie die ihnen zugrundeliegenden Konstruktionen. Die gesprochene Sprache ist dabei das bedeutendste Medium, an welchem sie Prozesse der Geschichtsproduktion sichtbar macht und Themen der sprachlichen Artikulation, kollektiver und persönlicher Erinnerungen, gesellschaftliche Strukturen, Gender und Identität verhandelt.

Thürings Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und Institutionen gezeigt, darunter in Einzelausstellungen im Centre culturel suisse, Paris, Kunsthaus Baselland und dem Museum für Gegenwartskunst Basel. Das Kunstmuseum Bern widmete ihr 2015 im Fenster zur Gegenwart eine Ausstellung. Neben zahlreichen Preisen wie dem Swiss Art Award (2008), dem Manorkunstpreis Basel (2013), Werkjahr Zürich (2019), Werkbeitrag Kunstkredit Basel-Stadt (2018) und einem Kunst am Bau Projekt an der Schweizer Botschaft in Seoul (2018), verbrachte die Künstlerin Atelieraufenthalte in Paris (2009) und New York (2010). Lena Maria Thüring lebt und arbeitet in Zürich und Basel.

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Eröffnung*: Donnerstag, 13. Januar 2022, 18-20 Uhr, Showroom im PROGR
Eröffnung*: Freitag, 14. Januar 2022, ab 20 Uhr im Videofenster Houdini Kino


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