mitgliederwerden grey iconMitglied werden

ALBRECHT SCHNIDER. ENTWEGTE LANDSCHAFT

Ausstellungen

Veranstaltungsdaten


DI 03.08.21 10.00 - 17.00
MI 04.08.21 10.00 - 19.00
DO 05.08.21 10.00 - 17.00
FR 06.08.21 10.00 - 17.00
SA 07.08.21 10.00 - 17.00
SO 08.08.21 10.00 - 17.00
DI 10.08.21 10.00 - 17.00
MI 11.08.21 10.00 - 19.00
DO 12.08.21 10.00 - 17.00
FR 13.08.21 10.00 - 17.00
SA 14.08.21 10.00 - 17.00
SO 15.08.21 10.00 - 17.00

Veranstaltungsort


 Kunstmuseum Thun
Hofstettenstrasse 14
3602 Thun

Weitere Informationen


Veranstaltung (Webseite)
 www.kunstmuseumthun.ch

Telefon
033 225 84 20
Das Kunstmuseum Thun zeigt mit dem Künstler Albrecht Schnider (*1958 in Luzern, lebt und arbeitet in Hilterfingen bei Thun) einen der wichtigen Protagonisten der Schweizer Malerei.

Die Einzelausstellung präsentiert primär neue, zum Teil explizit für die Schau geschaffene Werke, die einen Überblick über das aktuelle Schaffen des Künstlers vermitteln. Dabei wird ein besonderer Fokus auf das Thema der Landschaft gelegt – ein Sujet, auf das Schnider immer wieder zurückgreift und welches in Anbetracht seiner Rückkehr in die Schweiz im Frühjahr 2018 neu beleuchtet werden kann.

Die Suche nach dem Moment des Findens
Skizzen und Zeichnungen sind für Albrecht Schnider von grosser Bedeutung, denn sie stellen den «Fund» der Komposition dar und legen den Grundstein für die Erscheinung des späteren Bildes. Geht es in der Zeichnung vorrangig um die Linie, die Form und den kompositorischen Aufbau des Bildes, so muss sich der Künstler in der Malerei zudem für Farben entscheiden, die den Ausdruck des Bildes verstärken.
Albrecht Schnider ist stets auf der Suche nach dem einen Moment, in dem das Bild, wie er sagt, «zurückschaut» und bei den Betrachtenden etwas auszulösen vermag. Dieser Prozess des Suchens und Findens entsteht durch Wiederholung und Zufall sowie der künstlerischen Entscheidung, die durch das subjektive Gefühl bestärkt wird, die richtige Komposition «gefunden» zu haben. Trotz der klaren und reduzierten Formensprache, die Schniders Werken zugrunde liegt, wie auch dem spurenlosen Duktus wirken seine Bilder tiefgründig und evozieren eine ungewöhnliche Intimität. Eine Wirkung, die nicht zuletzt aus diesem persönlichen Findungsprozess hervorgeht.
Das Wechselspiel zwischen Zeichnung und Malerei bildet einen thematischen Schwerpunkt der Ausstellung und wird durch die Präsentation einiger Skizzenbücher des Künstlers aufgezeigt. Die Skizzen treten wie gezeichnete Gedanken in Erscheinung und ermöglichen eine tiefgründige Auseinandersetzung mit seiner Kunst.

«Entwegte Landschaft»
Schniders Landschaftsbilder sind von Widersprüchen durchzogen. Die immergrünen Hügel und Berge können überall und nirgends sein – jegliches natürliche Charakteristikum, welches auf eine spezifische Landschaft schliessen liesse, bleibt den Betrachtenden verwehrt. Sind es Wiesen oder Wälder, die die sanften Bergrücken überziehen? Die Unbestimmtheit der Landschaft suggeriert den Anschein eines verschwommenen Blickes und doch sind da diese klaren, bis zur Perfektion ausgearbeiteten Linien, die die Flächen umreissen und dadurch die Landschaft Baustein für Baustein entstehen lassen. Auf diese Weise wird das uns zunächst so vertraute Landschaftsbild jeglicher Realität entrückt. Wie kann eine Landschaft so heimisch und fremd zugleich erscheinen?
Der Titel der Ausstellung umschreibt das zeitlose Erscheinungsbild von Schniders Landschaften auf eindrucksvolle Weise. Die Betrachtenden finden keinen Weg in sie hinein. Vielmehr schweben sie über dieser unrealen, gar übersinnlichen Landschaft und lassen sich eher von ihr umhüllen als sie zu begehen, bis sie gänzlich in sie einzutauchen vermögen.


Folgen Sie uns

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden