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Reto Emch – 2020

Ausstellungen

Veranstaltungsdaten


SO 05.07.20 13.00 - 17.00

Veranstaltungsort


 Haus der Kunst St. Josef
Baselstrasse 27
4500 Solothurn

Veranstalter


 Haus der Kunst St. Josef
Baselstrasse 27
4500 Solothurn

Weitere Informationen


Veranstaltung (Webseite)
 www.hausderkunst.ch
Seine fotografischen Grossformate, die auch als handliche Arbeiten gezeigt werden, stellen das Medium Fotografie in ein neues Licht.

Denn das Licht spielt in diesen Fotografien eine wesentliche Rolle neben den atmosphärischen Farben, und führt vor, wie man mit der Kamera malen kann, wobei man unweigerlich an grosse Maler wie Rembrandt erinnert wird. Die Sujets sind Architekturen im Umbau, meist Kirchen, auch stillgelegte Geschäfte, die Reto Emch auf einer Reise 2019 entlang den Küsten Italiens, Spaniens, Frankreichs und Portugals entdeckte und fotografierte. Allein mit einer einfachen Digitalkamera, denn nicht die Technik ist für Reto Emch relevant, sondern das narrative Visualisieren von Ausdruck, wirkungsvoller Stimmung und sinnbildreicher Atmosphäre, verwandeln sich doch in der fotografischen Vergrösserung die in Plastik verhüllten Architekturen des Umbaus in malerisch weiche und intime Prozesse der Veränderung. Eine zeitlose und subjektive Nichtverortung, die in diesen Baustellen, geschlossenen Geschäften, fremd wirkenden Räumlichkeiten ungeahnte räumliche Tiefen und Weiten eröffnen. Diese fotografischen Ausschnitte weisen in ihren Hochformaten auf einen sakralen oder geheimnisvollen Ort, inszenieren die Wirkung von Altarbildern, die magische Stimmung von Kirchenfenstern,  Bilder des Innehaltens, des zur Ruhekommens. In subtil gezeichnete Unschärfen getaucht, suggerieren die Plastikverkleidungen die Plastizität steinerner Skulpturen mit den charakteristischen Faltenwürfen. Der konzentrierte, nicht definierbare Lichteinfall – lichtvoll oder sublimes Blau – taucht die kirchenarchitektonischen Ausschnitte in spannungsvolle Kontraste, die Momentaufnahmen eröffnen sich zu einer imaginären wie erhabenen Tiefe, der Einblick in die sakralen Baustellen erscheint greifbar, ergreifbar und unendlich. (Verfasst von Eva Buhrfeind)

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