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Andrea Vogel, Auferstäubung, 2018

Ausstellungen

Veranstaltungsdaten


Nicht vorhanden

Veranstaltungsort


 videokunst.ch Showroom PROGR
Waisenhausplatz 30
3011 Bern

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 videokunst.ch

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info@videokunst.ch
Weiss auf Schwarz zeugen Spuren von Andrea Vogels «Auferstäubung», verweisen auf die ephemere Anwesenheit der Künstlerin, verwischen Körperlichkeit und Entkörperung. Auferstehung und Entstäubung.

Von oben blicken wir auf einen längs auf dem Plattenboden ausgestreckten und von Mehlstaub bedeckten Frauenkörper. Bald regt sich der Kopf, dann richtet sich der Oberkörper langsam auf. Die Frau wird allmählich aufstehen, sich vom Mehl entstauben und aus dem Bildraum entfernen. Einzig die Spuren ihres Körpers – die mit Mehl gezeichneten Umrisse ihrer zuvor liegenden Silhouette – bleiben übrig. Weiss auf Schwarz zeugen sie von Andrea Vogels «Auferstäubung», verweisen auf die ephemere Anwesenheit der Künstlerin, verwischen Körperlichkeit und Entkörperung.

Die Stop-Motion- und Überblendungseffekte, die Andrea Vogel in ihrer fotografierten Performance «Auferstäubung» eingesetzt hat, verstärken diesen Eindruck zusätzlich. Das Video, das aus einer Abfolge von aneinandergereihten Einzelbildern besteht, entstand 2018 im Rahmen des gemeinsam mit der Künstlerin Olivia Notaro realisierten Work-in-Progress-Kunstprojekts «Kunstversuchsanstalt #4 Universum» (als Teil der gleichnamigen, von Olivia Notaro initiierten Projektreihe «Kunstversuchsanstalt») in der ehemaligen Bäckerei Konditorei Vogel in Oberdiessbach. Die Rückkehr in die stillgelegte elterliche Backstube weckte das Bedürfnis, das Mehl auf der eigenen Haut zu spüren und bot Raum für die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft. Denn wie Andrea Vogel selber sagt, wurde sie «in den Mehlstaub hinein geboren und kehrte vierundvierzig Jahre später als Künstlerin zurück».

Andrea Vogel (*1974 in Oberdiessbach BE) hat nach einer Ausbildung zur Textilentwerferin die Textilklasse der Schule für Gestaltung und Kunst in Luzern besucht, die sie 1999 abschloss. In ihren Objekten, temporären Installationen oder Performances spielt der Bezug zu Raum und Ort eine wichtige Rolle. 2015 wurde sie durch einen Förderpreis der Stadt St. Gallen ausgezeichnet, 2005 gewann sie den eidgenössischen Förderpreis für Design. Ihre Werke sind seit 2005 regelmässig in diversen Einzel- und Gruppenausstellungen wie z.B. im Kunstzeughaus Rapperswil (2019, 2016), der Cantonale Berne Jura (2018, 2012, 2011, 2008), im Kulturraum am Klosterplatz St. Gallen (Solo; 2015) oder im Grand Palais Bern (Solo, 2009) zu sehen und u.a. in den Kunstsammlungen der Stadt Baden, des Kantonsspitals Aarau und des Kantons St. Gallen vertreten. Andrea Vogel lebt in St. Gallen und arbeitet in St. Gallen und Oberdiessbach.


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