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Peter Schibli führt durch die Geschichte der Berner Universität und stellt berühmte Dozierende vor.© Jürg Cruschellas
Treffpunkt: Hauptgebäude Uni Bern

Universitäre Architekturgeschichte

StattLand begibt sich im neuen Rundgang «Kluge Köpfe – Kunstvolle Bauten» auf die Spuren von Persönlichkeiten wie Albert Einstein, die in architektonisch interessanten Bauten in Bern unterrichteten.

Angefangen hat alles in der Innenstadt: An der Herrengasse wurden nach der Reformation Theologen ausgebildet. Als der Platz knapp wurde, expandierte die «Hohe Schule», die später zur Universität Bern wurde, Richtung Länggasse. Es folgte 1877 das Physikalische Institut, dessen Neubau heute die Exakten Wissenschaften beheimatet. Nach der Jahrhundertwende wurde das repräsentative Hauptgebäude gebaut, eine Dekade zuvor das Medizinische Institut, worin sich noch heute der steile und rund wie ein Amphitheater gebaute Anatomie-Vorlesungssaal befindet. Hier hat schon der Berner Nobelpreisträger, Immunologe und Arzt Theodor Kocher unterrichtet. 1931 wurde der Salvisberg-Brechbühl-Bau aus Beton ins Muesmatt-Quartier integriert, und 1993 nahm die Philosophisch-historische Fakultät in der ehemaligen Tobler-Fabrik den Lehrbetrieb auf.

Köpfe, die für rote Köpfe sorgen

Beinahe chronologisch geht die neue Führung von StattLand, «Kluge Köpfe – Kunstvolle Bauten», durch diese universitäre Geschichte der Architektur. Man erfährt welcher Kopf wo für rote Köpfe gesorgt hat: wie beispielsweise Albrecht von Haller mit dem Seziermesser oder die jüdische Russin Anna Tumarkin, die erste habilitierte Professorin der Schweiz und Frauenstimmrechtlerin, die das Recht hatte, Doktoranden und Habilitanden zu prüfen. Albert Einstein wiederum sorgte 1908 für seinen Lohn, indem er mit drei Freunden die Teilnehmerzahl seiner samstäglichen Vorlesung «Theoretische Physik» vervielfachte.

An der Führung werden auch aktuell tätige Forschende, insbesondere der Astronomie, lobend erwähnt. Einziger Wermutstropfen: Niemand hält uns in Verkleidung eine Vorlesung – die Führung findet ohne Schauspiel statt.

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