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Yves Bossart liest im Progr.© Alexis Amitirigala
Aula im Progr, Bern

Unfreiwillig komisch

Im Progr liest Yves Bossart aus seinem neuen Buch «Trotzdem lachen» und blickt mit Ernst auf die Philosophie des Witzes.

«Kennen Sie den?» Der kleine Philosophieband «Trotzdem lachen» von Yves Bossart steigt mit einem Witz ein. Tatsächlich soll auch am Anfang des abendländischen Denkens ein Lacher ertönt sein. Und zwar der einer Magd, die sah, wie der Naturphilosoph Thales von Milet, den Blick zu den Sternen gerichtet, in einen Brunnen fiel. Mit dieser und unzähligen anderen Anekdoten und Zitaten aus dem Mund von Geistesgrössen unternimmt der Autor und Philosoph Yves Bossart, bekannt als Moderator von «Sternstunde Philosophie», einen intellektuellen Ausflug ins Reich der Komik, des Witzes und des Humors.

Nicht nur bei Kant klingen die ernsten Gedanken zum physisch-mentalen Phänomen, das sich Absicht und Verstand eben gerade widersetzt, unfreiwillig komisch: «Die plötzliche Versetzung des Gemüts bald in einen, bald in den anderen Zustand» bewirke «eine wechselseitige Anspannung und Loslassung der elastischen Teile unserer Eingeweide, die sich dem Zwerchfell mitteilt.»

Yves Bossarts «Kleine Philosophie des Humors» ist ein intellektuelles 
Erbauungsbüchlein, ein Lob des Komischen. Wenig lustig ist, dass seine unzähligen philosophische Gewährspersonen mit drei Ausnahmen (Christie Davis, Mary Douglas, Lydia Amir) allesamt männlich sind. Wenigstens kam der erste Lacher über das Mansplaining von einer Frau.

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