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Verschiedene Glaubensrichtungen treffen an der Nacht der Religionen aufeinander.© Stefan Maurer
Diverse Orte, Bern

Religion in Zeiten der Technologie

Die Nacht der Religionen lädt unter dem Titel «Himmel oder Cloud?» zum Dialog über die Annäherung und Distanzierung zwischen Religion, Technologie und Wissenschaft.

«Es war der Hoffnungsschimmer einer religiösen Sehnsucht, es war der Heilige Gral der Wissenschaft. Unsere höchsten und niedersten Erwartungen wurden geweckt von diesem wahr gewordenen Schöpfungsmythos, diesem ungeheuerlichen Akt der Selbstverliebtheit.» So schwärmt Charles, Protagonist in Ian McEwans neuem Roman «Maschinen wie ich», von seinem Roboter Adam. Der Android ist für ihn eine menschengemachte Provokation gegen Gott. Doch Adam kann weitaus mehr als den Abwasch tätigen. Er, der nur ganz leicht nach Maschinenöl riecht, lernt selbst, ist geschmeidiger Liebhaber und vor allem hat er ein Moralverständnis, das Menschen erblassen lässt.

Gott oder Google?

An der Nacht der Religionen dient der Bestseller von McEwan zum thematischen Einstieg ins Thema «Himmel oder Cloud? Wissenschaft, Technologie & Religion». Auf Noëmi Gradwohls Lesung aus dem Roman im Museum für Kommunikation folgt eine «Debatte über Frau, Mann und Roboter».

Auch wenn der Roboter Fiktion ist – die Religion kann sich der Gegenwart und den Fragestellungen, die sich aus Technologie und Wissenschaft ergeben, nicht entziehen. Apps wie Holy Bible, Quran Pro oder PocketTorah verändern den Umgang mit heiligen Schriften, Online-Gottedienste oder Segnungen gehören dazu, genauso wie die Frage, wie weit «die Perfektion des Menschen durch die Medizin» gehen darf. An vielen Standorten in Bern werden Fragen zum Thema aufgegriffen, Antworten auf Google und in heiligen Schriften gesucht. Und schliesslich auch die umgekehrten Fragen gestellt: Ist Wissenschaft eine Religion?

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