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Alice Hasters: «Was weisse Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten».© H. Henkensiefken

Nicht hören wollen

Spricht aus, was einige nicht hören wollen: Die deutsche Autorin Alice Hasters hat ein kluges Buch über subtile Fremdenfeindlichkeit geschrieben.

«Rassismus zu bekämpfen ist keine Sache der Höflichkeit. Menschen müssen verstehen, was hinter ihrem Rassismus steckt», schreibt die Autorin und Journalistin Alice Hasters in ihrem Buch «Was weisse Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten». Denn Fremdenfeindlichkeit äussert sich häufig auf subtile Weise. Die Kölnerin erlebt sie etwa bei Fragen nach ihrer Herkunft. Sagt sie, dass sie aus Köln komme, scheinen viele un­befriedigt von ihrer Antwort. Auch schreibt sie über die Stigmatisierung der Schwarzen Frau («Schwarz» schreibt sie in ihrem Buch explizit gross), die im Fernsehen oft als laut, aggressiv, «sassy», und eifersüchtig dargestellt wird. Die Tochter einer schwarzen Frau und eines weissen Mannes zeigt in dem Buch, das auch Menschen lesen sollten, die selbst davon überzeugt sind, überhaupt nicht rassistisch zu sein, wie tief Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile in unserer Gesellschaft verwurzelt sind. Und das, ganz ohne den Zeigefinger zu heben.

Alice Hasters «Was weisse Menschen nicht über Rassismus hören wollen», 2019, Hanser Verlag

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