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Blättern durch die eigene und andere, einzigartige Geschichten.© Vera Hartmann

Kultur zwischen zwei Buchdeckeln

«Elfartig!», «Jetzt 2018!», «Im Schritt-Tempo durch die Schweiz», «Das bin nun ich» – dies sind nur einige Buchtitel von Gedichtbänden, Autobiografien und Erlebnissammlungen, die im Rahmen des Projekts Edition Unik entstanden sind. Über 400 Bücher wurden in Zürich, Basel und heuer auch in Bern bereits geschrieben.

Man stelle sich vor, ein Buch in den Händen zu halten, auf dessen Einband, direkt unter dem Titel, nicht der Name eines berühmten Autors steht, sondern der eigene. Für viele Schreib­begeisterte das Grösste, das aber oft ein Traum bleibt oder eines jener Projekte, die man für die Zeit nach der Pension aufhebt. Solche Schreib­interessierten soll das Projekt Edition Unik ansprechen. Nach dem Motto «das Leben ist unik» und voller Erlebnisse, schafft es die Möglichkeit, diese der nächsten Generation, Freundinnen und Freunden weitergeben zu können – ein Wunsch vieler Schreibender, die nicht die breite Öffentlichkeit suchen. Edition Unik versteht sich auch gerade deshalb nicht als Verlag, sondern als Kulturprojekt.

Obwohl die Teilnehmenden des Projekts völlig frei darin sind, den Inhalt des Buches zu gestalten – es können auch Gedichte oder Fiktion sein –bleibt bei vielen der Wunsch bestehen, autobiografisch zu arbeiten, wie Christian Vedani aus dem Team des Projekts erklärt. Gerade auch ältere Menschen würden gerne auf ihr Leben zurückblicken und den Wunsch verspüren, diese Eindrücke und Erinnerungen niederzuschreiben, sagt er.

Bis zum fertigen Buch

 Zu Beginn mag es etwas überraschend, vielleicht sogar ein wenig überambitioniert klingen, dass beim Schreibprojekt Edition Unik nach nur 17 Wochen das fertige Buch in den Händen gehalten werden kann. Doch gerade dieser kurze, intensive und klar strukturierte Rahmen macht das
Projekt auch aus. Ein fixer Redaktionsschluss soll dabei helfen, die Zeit gut zu planen und einzuteilen. Eine Schreibsoftware begleitet in den drei Schritten «Erinnerungen sammeln», «Geschichten sortieren» und «Buch gestalten» die Teilnehmenden auf dem Weg zum Ziel. Dazwischen finden Veranstaltungen statt, an denen sich die Schreibenden untereinander vernetzen können und die ihnen die Plattform bieten, sich über ihre Erfahrungen, Schwierigkeiten und Erfolge auszutauschen.

Bern geht in die zweite Runde

In Zusammenarbeit mit dem Berner Generationenhaus startete das Projekt Anfang dieses Jahres erstmals eine Schreibrunde in Bern. Derzeit sind also rund 50 Bernerinnen und Berner im Endspurt der Schreibphase. Ende April sollen ihre Bücher fertig sein – auch trotz den nun speziellen Umständen. Das Team der Edition Unik freute sich über das positive Echo in Bern. Was nun auch dazu geführt hat, dass im Herbst die zweite Schreibrunde starten wird und Bern zu einem festen Standort werden soll.

www.edition-unik.ch
www.begh.ch/edition-unik-herbst

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