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Die Autorin Sarah Elena Müller diskutiert über die Möglichkeiten künstlicher Kreativität.© Laura Stevens
Schweizerische Nationalbibliothek

Künstliche Kunst

Walsert es, wenn «es» walsert? Der Kalauer hier ist ganz und gar menscherdacht. Was herauskommt, wenn eine künstliche Intelligenz mit Robert Walsers Texten schreiben lernt, das gibt es in der Nationalbibliothek im Rahmen der Ausstellung «Aufgeschrieben» zu hören.

Vorlesen tut die künstlichen literarischen Passagen die Schauspielerin Germaine Sollberger. Auch der Round Table dazu ist aus Fleisch und Blut: Die Autorin Sarah Elena Müller, der Walser-Experte Christian Walt und Digital-Humanities-Forscher Tobias Hodel diskutieren unter der Moderation von Esther Schneider im Anschluss an die Lesung die (Un-)Möglichkeiten künstlicher Kreativität. Ob KI eines Tages menschliche Autor*innen überflüssig macht? Sarah Elena Müller meint dazu: «Die Schönheit der Literatur besteht für mich darin, dass metaphysische Erlebniswelten, stille Empathieformen entstehen, deren Wert sich radikal subjektiv entfaltet. Wenn wir KI mit ähnlichen Parametern zur Qualitätsmessung ausstatten, wie sie der freie Markt ansetzt, wird sich KI vermutlich schwertun, menschliche Autor*innenschaft oder menschliches Sein an sich als relevant einzustufen.»

Aber vielleicht werden künstliche Intelligenzen dereinst auch mal literarische Quartette bilden und von Robert Walsers oder Sarah Elena Müllers Können schwärmen – sollten sie gelernt haben, Bücher zu geniessen.

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