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Andrea Meier ist Mitinitiantin der Plakataktion des Tour-de-Lorraine-Kollektivs. © Viktor Holikov

Grüsse aus dem Lockdown

Notgedrungen sitzen viele Kunstschaffende wegen des Lockdowns ohne Arbeit zu Hause fest. In der neuen Rubrik «Grüsse aus dem Lockdown» stellen wir ihre Projekte vor, die in diesem Rahmen entstanden sind. Welche Zukunft wollen wir? Das Kollektiv der Tour de Lorraine fordert mit einer mehrsprachigen Plakatserie Spazierende in Bern dazu auf, darüber nachzudenken, wie sie die Welt nach Corona gestalten möchten, und stellt auch politische Forderungen. Es sind simple bis tiefgründige Fragen, die alle auf der Webseite ersichtlich sind und laufend ergänzt werden: «Wann, wenn nicht jetzt?» oder «Können wir uns Milliardäre noch leisten?» Andrea Meier vom TdL-Kollektiv über ihre Lockdown-Verfassung.

Was tun, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt?
Mich vor der einsturzgefährdeten Decke unter den hohen Stadthimmel flüchten. Wenn das nicht geht, hilft vielleicht eine handelsübliche Deckenstütze aus dem Baumarkt.

Welches Projekt kommt voran?
Dank der Plakatserie «Die Welt nach Corona» können wir trotz Distanzregeln im Gespräch über politische Forderungen und gesellschaftliche Visionen bleiben. Bewusst nicht nur im Netz, sondern auf den Strassen. Jetzt gerade freu ich mich über die zweite Plakatwelle und die Sticker.

Welchen Song stimmen Sie am Fenster an?
Nachdem ich gestern «Stets i Truure» für meine Kinder gesungen habe und die Zeilen «bis die Bärge tüe sech biege» und «bis die Distle trage Fige» erklären musste, hoffe ich ganz fest, dass wir auf die Rückkehr des Alltags nicht ganz so lange warten müssen.

Was tun Sie auf dem Balkon?
Im Dunkeln lauschen, wie das Leben sich auch nachts zunehmend rausschleicht in die Stadt. Ich freue mich auf die Zeit, in der wir wieder gemeinsam ausgelassen feiern werden.

www.tourdelorraine.ch/plakis

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