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Rolf Hermann: «Wenn die Kinder selig schlafen, trinke ich manchmal recht viel Gin.»© Valérie Giger

Grüsse aus dem Lockdown

Notgedrungen sitzen viele Kunstschaffende wegen des Lockdowns ohne Arbeit zu Hause fest. In der neuen Rubrik «Grüsse aus dem Lockdown» stellen wir ihre Projekte vor, die in diesem Rahmen entstanden sind.

«Matto Kämpf und Rolf Hermann ist’s langweilig» steht auf dem Flyer ihrer Lesetour. Also fanden der Walliser Autor Hermann («Eine Kuh namens Manhattan») und sein Freund Kämpf einen Weg, ihre Texte auch während des Lockdowns – wortwörtlich – an die Menschen zu bringen: Das Duo reist zum Publikum in den Garten oder aufs Trottoir, um mit sicherem Abstand «Geschichten zum Fenster hinein» vorzulesen. Dies tun sie in verschiedenen Städten von Basel über Biel bis Winterthur. Eine Lesung von 20 Minuten kostet 200 Franken und beginnt zur vollen Stunde von 17 bis 22 Uhr. Hier gibt Hermann Auskunft zu seiner Verfassung.

Was tun, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt?
Ich bilde ständig Anagramme aus dem Wörtchen «Homeschooling». Das lenkt ab. Heute zum Beispiel bin ich auf «Hoi Löschgnom» gestossen. Seitdem gehts recht gut.

Welches Projekt kommt voran?
Eigentlich nur eines. Ein wenig ruhmreiches. Ich habe grosse Fortschritte im pädagogisch-didaktischen Manipulieren gemacht. Ja, mit welcher Bedeutung ich plötzlich einen zu schneidenden Scherenschnitt aufzuladen vermag, beglückt und beschämt mich gleichermassen.

Welchen Song stimmen Sie am Fenster an?
Eines meiner absoluten Lieblingslieder. King Pepes «Morn faut us». Darin gibt es die ultimative Corona-Zeile: «U mim Pischi wird’s irgendwie chli äng».

Was tun Sie auf dem Balkon?
Wenn die Kinder selig schlafen, trinke ich da manchmal recht viel Gin.

Lesungen Bern: Do., 14. und Sa., 23.5., Do., 4. und Sa., 6.6.
Lesung Biel: 21.5.
Anmeldung: 079 366 84 73

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