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«Dichterinnen und Dichter im Dienst»: Melanie Katz © Stephanie Dinkel
Heitere Fahne, Wabern

Flüchtige Existenzen

 «Das einsame Begräbnis» in der Heiteren Fahne: Drei Autor:innen widmen ihre Gedichte Menschen, die alleine sterben.

«Vielleicht warst du einer von denen, die» – alles Vermutungen, Annahmen, Vorstellungen. Nichts ist gewiss, wenn man ein Abschiedsgedicht auf das Leben eines Menschen schreiben soll, dem man erst nach seinem Ableben begegnet. Doch die Autor:innen Melanie Katz (Bild), Martin Bieri und Alexander Estis haben vor vier Jahren genau ein solches Unterfangen begonnen: «Einsames Begräbnis» heisst ihr Projekt, das «Dichterinnen und Dichter im Dienst» ein persönliches Gedicht schreiben und vortragen lässt an der Beerdigung eines Menschen, der einsam verstarb und ohne Angehörige beigesetzt wird. Das Projekt, das in Zürich startete, und neu auch in der Stadt Bern umgesetzt wird, zeichnet mögliche Lebenswege und mögliche Charaktere nach – und setzt vor allem ein wunderschönes Zeichen der Solidarität: «Vorläufig und flüchtig war er, erst wenn einer nicht mehr zahlt, dann fehlt er.»

Passend zum Jahresthema der Heiteren Fahne, «Jenseits», stellen die drei Projektinitiant:innen am letzten Steilen Freitag der Saison ihre eigenen Texte sowie jene von Gerhard Meister, Rolf Hermann, Martina Clavadetscher, Sascha Garzetti und Michael Fehr vor.

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