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Faltbare Duftlaterne von Bitten Stetter© Mina Monsef

Das Sterben gestalten

In der Online-Tagung «S/ash sterbesettings.ch» der Hochschule der Künste Bern (HKB) wird der Frage nachgegangen, wie die Disziplinen Design, Sprache, Pflege und Religion bei der Gestaltung des Lebensendes ineinandergreifen.

«Wir beobachten in der Gesellschaft aktuell ein wachsendes Interesse am Lebensende, am Sterben und am Tod», sagt Prof. Dr. Corina Caduff, Leiterin des angewandten Forschungsprojekts «Sterbesettings» der HKB. Das interdisziplinäre Projekt wird zusammen mit dem Department Gesundheit der Berner Fachhochschule (BFH) und der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) durchgeführt und vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert.

Verschiedene Perspektiven

Wie wird das Lebensende eines Menschen begleitet und gestaltet? Dieser Frage widmen sich in «Sterbesettings» neun Forschende aus den Bereichen Kulturwissenschaft, Pflegeforschung, Religionssoziologie und Designforschung. In den Austausch sollen auch sterbende Personen zusammen mit ihren Angehörigen so weit wie möglich miteinbezogen werden. Denn es sei «wichtig, das Lebensende gemeinsam unter Einbezug möglichst aller Beteiligten zu gestalten», erklärt die Kulturwissenschaftlerin Caduff.

Produktdesign und Kunst

Neben dem Interviewen von sterbenden Menschen und dem Analysieren von autobiografischen Sterbe­berichten ist die Zusammenarbeit mit dem Praxispartner ein wichtiger Teil des Projekts. «Wir arbeiten mit dem Zentrum für Palliative Care des Stadtspitals Waid und Triemli Zürich zusammen», sagt Caduff weiter. «Dort untersuchen wir, wie die pflegerische Expertise das Sterben gestaltet.» Auch die ZHdK-Designerin Bitten Stetter betreibt im Stadtspital Waid Feld­forschung und entwirft praktische und schöne Produkte, wie Handyauf­hänger und Duftlaternen, mit dem Ziel, die oft klinische Umgebung der Sterbenden angenehmer zu gestalten. Das Projekt «Sterbesettings» wird zudem von der Künstlerin Eva Wandeler begleitet, die in ihren Video­arbeiten imaginative Bilder des Sterbens und Entschwindens inszeniert.

Nebst Beiträgen verschiedener Expertinnen und Experten soll bei der
Online-Tagung «S/ash sterbesettings.ch» Raum entstehen für einen Dialog mit allen, die sich für das Thema interessieren. Denn, so Ca­­duff: «Das Sterben geht uns alle an, wir alle werden Sterbende sein.»

Online-Tagung: Fr., 19.3.
Anmeldung unter: sterbesettings.ch

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