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Münstergass-Buchhandlung, Bern

«Arbeitet für»

Anerkennung schaffen: Die Journalistin Sibylle Stillhart stellt ihr Buch «Schluss mit gratis!» über unbezahlte Haushaltsarbeit vor. Die auf den ersten Blick vielleicht irritierende Formulierung verwendet sie hartnäckig in ihrer Biografie: Die 
St. Gallerin Sibylle Stillhart ist Journalistin und Autorin «und arbeitet für ihre drei Söhne». Der Titel ihres soeben erschienenen Buches gibt Aufschluss: «Schluss mit gratis! Frauen zwischen Lohn und Arbeit» handelt von unbezahlter, aufreibender Familienarbeit, die mehrheitlich von Frauen geleistet wird. Stillhart stellt knapp eine Woche nach dem Frauenstreik ihr Buch vor, das als Manifest für einen Teil der Forderungen durchgehen könnte.

Die ehemalige «Facts»- und «Beobachter»-Journalistin argumentiert und rechnet vor, wie Mütter «für» ihre Kinder arbeiten: «Sobald ein Kind da ist, verdoppelt sich die Anzahl Arbeitsstunden zuhause.» Darauf folgen Teilzeitarbeit, tiefere Renten und bei Scheidung drohe oft die Altersarmut. In der «Aargauer Zeitung» hat sie die kapitalistische Logik auf den Punkt gebracht : «Was Mütter leisten, braucht Anerkennung. Und in einer kapitalistischen Welt läuft Anerkennung über Lohn.» Würde dieser für unbezahlte Arbeit in der Schweiz verrechnet, bekämen Frauen jährlich 108 Milliarden Franken ausgezahlt.

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