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Pegelstand

von Sibylle Heiniger
© Rodja Galli, a259

Sibylle Heiniger

Sibylle Heiniger ist Regisseurin, Produzentin und Vorstandsmitglied von ACT Bern, dem Berufsverband der freien Theaterschaffenden. Sie liebt die Aare (vor allem im Sommer) und gute Bücher (immer).

Die neue Leiterin Kultur der Stadt Bern, Franziska Burkhardt, wird auf Februar 2019 ihr Amt antreten. Im «Bund» war zur Neuwahl zu lesen: «Die Leiterin des Kulturamtes ist eine wichtige Position, weil die Person auf die Verteilung der städtischen Kultursubventionen Einfluss nehmen kann. Im Jahr 2018 waren dies knapp 40 Millionen Franken.»

Die Präsidialdirektion will die Mittel für Kulturförderung in den Jahren 2020 bis 2023 um sieben Prozent erhöhen. Damit sollen vor allem die städtischen Kulturinstitutionen und die direkte Förderung über Projektbeiträge gestärkt werden. Einen klaren Schwerpunkt setzt die Vierjahresplanung jedoch auch bei der kulturellen Teilhabe und will Bern hin zur Stadt der Beteiligung entwickeln.

Stadt der Beteiligung, das heisst, dass die Bevölkerung mehr in Entscheidungsprozesse eingebunden wird, was mit dem Geld umgesetzt werden soll. Wie zum Beispiel beim Projekt «Kunstplätze»: Hier entwickeln im Austausch mit der Quartierbevölkerung Kunstschaffende temporäre Projekte – eine Jury entscheidet, welches Projekt im Quartier dann auch umgesetzt wird. Ende August werden die ersten künstlerischen Interventionen in den Quartieren Länggasse und Felsenau und am 20. Oktober im Breitenrain und in der Lorraine vorgestellt. Die Jury wird im Anschluss pro Stadtteil einen der Vorschläge für 2019 zur Umsetzung empfehlen. Alle Stadtteile sollen in den kommenden Jahren in den Genuss kommen und mit den Kunstprojekten im öffentlichen Raum anregen und neue Zugänge ermöglichen.

Nebst dem Austausch zwischen Kunstschaffenden und Bevölkerung verspricht sich die Stadt auch eine lebendige temporäre Nutzung von Leerraum im Quartier. Mischen Sie sich ein und bestimmen Sie mit!
Und gehen Sie abstimmen, wenn im Mai 2019 über die Erhöhung der Kultursubventionen in der Stadt Bern entschieden wird. Denn kulturelle Teilhabe heisst auch, mitzuentscheiden, wieviel Geld überhaupt zur Verfügung steht. Denn ob es überhaupt zu der Finanzerhöhung kommt, darauf hat die neue Leiterin keinen Einfluss.


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