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Barbara Morgenstern lässt Leichtigkeit auf Dramatik prallen.© Mara von Kummer
Dampfzentrale, Bern

Zweifel im Schönen

Die deutsche Songwriterin Barbara Morgenstern kommt mit ihrem leichten, träumerischen Album «Unschuld und Verwüstung» in die Dampfzentrale.

 

Wenn Barbara Morgenstern das Stück «Unschuld und Verwüstung» singt, dann reicht ihre zarte, hohe Stimme allein, um sich in die Tiefen eines Traumes fallen zu lassen. Das Titelstück ihres zehnten Albums, das vergangenen Herbst erschienen ist, ist ein schlichter, unverhüllter Song, begleitet vor allem von Klavierklängen. Die Erwartung dramatischer Musik, die durch den Albumtitel aufkommt, wird rasch durch Morgensterns Leichtigkeit widerlegt.

Subtiler Electro und Analoges

Auf der neuen Platte gelingt es der Hamburger Songwriterin, Zither oder Holzblas­instrumente mit subtilem Electro zu vermengen und das Luftschloss, das sie aufbaut, zu erhalten.

«Was ich bin, was ich will / liegt nicht ganz allein bei mir», singt Morgenstern auf dem dritten Stück «Karriereleiter». Das Album erzählt von einem Lebenszustand, in dem eigentlich alles wunderschön erscheint, ein bitterer Beigeschmack ist aber unleugbar da und birgt Zweifel.

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