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Das Sommerfestival «We and the Sun» macht Halt in Bern. Die Technik läuft ausschliesslich mit Solarstrom.© ZVG
Progr-Hof, Bern

Wir und die Sonne

Das Festival «We and the Sun» bringt Konzerte, eine Party und Filmvorführungen in den Progr-Hof – mit Solarstrom und «super­ kleiner Infrastruktur».

Geht Sommerfestival klimafreundlich? Ja, meint man jedenfalls beim Festival «We and the Sun». Das Projekt wurde vom in Winterthur lebenden Fotografen und Grafiker Christof Seiler und seiner Frau Sara Seiler initiiert und findet in verschiedenen Schweizer Städten – in Bern, St. Gallen, Luzern, Basel, Zug und Schaffhausen – statt. In Bern gewährt der Progr-Hof Gastrecht. «We and the Sun» bedeute, dass es nur Menschen und Sonne für dieses Festival brauche: «Die Technik läuft zu 100 Prozent mit Solarstrom vom eigenen Kraftwerk», so Seiler. Natürlich benötige es auch etwas Material, aber «im Vergleich zu normalen Festivals ist unsere Infrastruktur super klein und passt in einen Veloanhänger». Seine Leidenschaft sei die Suffizienz – also die Frage, wie mit wenig Ressourcenverbrauch viel Lebensqualität gewonnen werden kann.

Der Raub des Jahrhunderts

Die Anlässe – Filmvorführungen, eine Party und Konzerte – finden auch bei Regen statt. «Wir haben genügend Reserve im Akku, um trotzdem Solarstrom einsetzen zu können», so Seiler. Für die Bühne und den Projektor hätten sie ein Zelt dabei. Er gestalte das Programm gemeinsam mit seiner Frau nach Gefühl, wobei darauf geachtet werde, möglichst lokale Musiker*innen zu berücksichtigen und Filme abseits des Mainstreams zu zeigen. Die Berner Indie-Folk-Band The Cavers verspricht verträumte Songs. Der zweistimmige, von akustischen Gitarren begleitete Gesang des Berner Duos Another Me sorgt mit neu interpretierten Covers und Evergreens für Stimmung. Was die Filme angeht, dürfte es lustig werden: Die italienische Komödie «Perfetti Sconosciuti» (2016) erzählt von vier befreundeten Paaren, die bei einem Abendessen alle Handynachrichten offenlegen, wobei zahlreiche, auch unangenehme Geheimnisse zum Vorschein kommen. Mit «El robo del siglo» (2020) steht eine argentinische Komödie über einen Banküberfall auf dem Programm, basierend auf wahren Begebenheiten. Abgerundet wird das Festival von einer Tagesparty zu Funk und Soul. «Stuhl, Sofa, Picknickdecke und Regenschutz nicht vergessen», mahnen die Macher*innen des Festivals. Den Rest richtet die Sonne.

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