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Mögen Chlorella: Outsider-Discopop-Duo Lea Heimann und Katharina Reidy.© Attila Janes

Subversiver Sound

Das Duo Paradisco bringt auf seinem neuen Album Tanzbares mit Melancholie zusammen. Leadstimme Lea Heimann erklärt, wie die Songs entstehen.

«We belong together» singt eine Stimme voller Sehnsucht und Überzeugung. «Go home» raunt eine andere im Hintergrund. Hypnotisch, tanzbar und doch melancholisch ist das Stück «Hans» auf dem neuen Album des Outsider-Discopop-Duos Paradisco, bestehend aus Lea Heimann und Katharina Reidy. Der verschrobene Albumtitel «The Return of Minti Chlorella» entstand, weil die beiden Frauen die Etikette eines Teebeutels studierten und befanden, dass sich «Minti Chlorella» wie der Name einer Actionheldin aus einem Tarantino-Film anhöre. Tatsächlich setzten sie sich schliesslich vertieft mit Chlorella, einer Mikroalge, auseinander und entdeckten beim Betrachten durchs Mikroskop einen ganzen Kosmos. «Diese Vorgehensweise ist typisch für uns», so Lea Heimann, die man auch als Kulturmanagerin beim Konzertlabel Bee-flat kennt.

Oft stehen Begegnungen oder Dinge, die beide bewegen, am Anfang der Entstehung eines Songs. «Aus dem Kleinen entsteht zuletzt ein eigenes Universum», so Heimann. Sie ist die Leadstimme und spielt auf der Bühne meist die analogen Instrumente wie E-Bass oder Synthesizer. Reidy ergänzt mit Sprechgesang und digitalen Sounds. Daraus entsteht ein eklektischer Soundteppich, dem stets eine Prise Subversion beigefügt ist. Paradisco, das die Wörter Para und Disco vereint, produziert Gesamtkunstwerke aus visuellen und akustischen Reizen, die nachwirken.

Paradisco: «The Return of Minti Chlorella»
Erschienen bei AuGeil Records.

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