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I Made You A Tape: «Abgeklärte Hier-geht-es-nur-um-die-Sache-Proben gibt es bei uns nicht.© Pius Bacher
Cafe Bar Mokka, Thun

Nebel und Drang

Die junge Berner Band I Made You A Tape spielt in der Cafe Bar Mokka.

«Es ist nicht das, was du dir auf die Kopfhörer knallst, wenn du staubsaugen willst», beschreibt Sibill Urweider ihre Musik. Die Sängerin und Pianistin spielt zusammen mit dem Gitarristen Nik Hostettler, der Bassistin Belinda Aréstegui und dem Schlagzeuger Mirko Schwab in der Berner Band I Made You A Tape. Es sind vielschichtige Fragmente, die sich bei ihrer Musik zu einem Ganzen formen. Der Stil reicht von Psychedelic über Wave bis zu Post-Rock. Die Band mag das Neblige, Düstere, aber: «Wenn man uns kennt, würde man nicht denken, dass wir eher melancholische Musik machen», sagt Urweider.

Wie ein Turm aus Holzklötzen bauen sich die Lieder auf, um im nächsten Moment mit der Struktur wieder vollkommen zu brechen. Und manchmal lichtet sich auch der Nebel, schön zu hören im Lied «Chlorine».

Vom Erwachsenwerden

Urweider trägt einen Verband um die Hand, darauf einen Sticker mit der Aufschrift «#proudandyoung». Auf dem Weg zu einem Konzert letztes Wochenende in Zürich verunfallte sie mit der Vespa und hat sich das Handgelenk gebrochen. Dies hielt die Band nicht davon ab, am Abend zu spielen.

Neben der Musik verbindet die Vier eine lange Freundschaft: «Abgeklärte Hier-geht-es-nur-um-die-Sache-Proben, das gibt es bei uns nicht», so Hostettler. Als letzte Generation, die noch die Kassette miterlebt hat, machten sie aus ihrem ersten Album ein Tape. Das Studioalbum «Proud and Young» ist nun auf Vinyl gepresst. «Im Kern handelt die Platte vom Erwachsenwerden – davon, Dinge ernst zu nehmen, ohne aber die jugendliche Unbesorgtheit ganz abzulegen», so Urweider. I Made You A Tape geben ihrer Generation eine Stimme, und die hat Verve.

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