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John Convertino und Joey Burns loten seit den 90er-Jahren die Weite Amerikas mit ihrer Musik aus.© Jairo Zavala Ruiz
Fri-Son, Freiburg

Nachts am Busbahnhof

«The Thread That Keeps Us» heisst das neue Album von Calexico. Darauf widerspiegelt sich die Verliebtheit in die wilde Natur. Die siebenköpfige Band aus Arizona spielt im Fri-Son.

«Unsere Liebe für die Erde, unser Zuhause und die Zukunft unserer Kinder rückte in den Mittelpunkt und gab uns die Inspiration und den Wunsch, etwas Positives, Schönes und Lebensbejahendes zurückzugeben» schreibt Joey Burns, Sänger und Gitarrist von Calexico, auf der Band-Webseite über die Entstehung ihres neunten Albums «The Thread That Keeps Us». Burns und John Convertino haben die Americana-Band 1996 gegründet. Entstanden ist die neue Platte in einem selbstgebauten Studio an der nordkali­fornischen Küste, fernab der Zivilisation. Diese Atmosphäre und die Faszination für die wilde Schönheit der Natur ist in den Songs zu spüren – galoppierende Rhythmen, die wie die Landschaft zwischen düster und lieblich, wild und gebändigt oszillieren, dominieren auf dem Album.

«Meer des Chaos»

Eines der faszinierendsten neuen Stücke ist «Thrown to the Wild». Düster und poetisch wirft das Lied einen Blick auf einen nächtlichen Busbahnhof in der Innenstadt. Schläfrige Rhythmen in atmosphärischen Nebel gehüllt, vermitteln ein Gefühl der Trostlosigkeit. Summende Harmonien, ausladende Gitarrenriffs und das melancholische Trompetenspiel von Jacob Valenzuela sind hypnotisch und mitreissend. Über die Textzeile «Home is waiting like a motherless child / From the chaos we’re thrown to the wild» schreibt Burns: «Wir wollten, dass der zweite Teil des Lieds ein Meer des Chaos öffnet. Manchmal kann Chaos eine gute Sache sein.»

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