mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Mario Hänni ist ein experimentierfreudiger Schlagzeuger. © Paul Maerki
Turnhalle im Progr, Bern

Musik aus dem Geheimlabor

Kraut-Jazz und Groove-Massaker: Mario Hänni ist einer der vielseitigsten Schlagzeuger im Land – und Inhaber der Carte Blanche, dem künstlerischen Freipass von Bee-flat.

Es gab ein reges Interesse an seinem Schlagzeugspiel. So einfach lautet die Erklärung, fragt man Mario Hänni, wie er zu seiner Profession gekommen sei. Dabei hatte der im Jahr 1985 in Beinwil am See im Aargau aufgewachsene Hänni Zugriff auf allerlei Instrumente, brachte sich das Gitarrenspiel bei und bekam Geigenunterricht. «Irgendwann war das Schlagzeug cooler als die Geige», erzählt er am Telefon. Freunde wollten, dass er in ihrer Band trommelte. In der Jazzschule Luzern holte er sich das Diplom und seither prägt er die Schweizer Musikszene mit.

Beastie Boys und magisches Vinyl

Bee-flat hat ihm nun die Carte Blanche gegeben, einen Freipass, mit dem er sich an drei Abenden künstlerisch ausleben kann. Das ist eine neue Situation für ihn, der sich als Seitenmann einen Namen gemacht hat. So hat er das im Kraut-Jazz angesiedelte Trio Heinz Herbert mitbegründet, bei Pablo Nouvelle ist er Sänger und Perkussionist und bei dem in Zürich stationierten Label Red Brick Chapel hat er eine musikalische Heimat gefunden. Und er ist Teil von Beaty Bossi, einer Beastie-Boys-Coverband. Mario Hänni schaltet auf Lautsprecher, dreht eine Zigarette und erzählt: «Beaty Bossi war die Schnapsidee von Emanuel Künzi, Vincent Glanzmann und mir. An der Jazzschule waren wir eine Schlagzeugergang.» Gemeinsam mit dieser wird er unter dem Motto «Groove Massacre» den dritten Carte-Blanche-Abend bespielen.

Ebenfalls während des Studiums kennengelernt hat er Martin Baumgartner, den er als Gast einlädt. Der Dozent habe ihm damals gezeigt, dass auch ein Plattenspieler als Instrument taugt. «Mit ihm will ich die Magie einer Vinylplatte auf die Bühne bringen», sagt Hänni.

«Ich mit meinen Sachen»

Als das Feuerzeug zündelt, erzählt er vom Pop. Und von Rio. «Rio das bin ich mit meinen Sachen, entstanden in einem Geheimlabor, in dem ich den Pop erforscht habe», wie Hänni das Werk beschreibt. Inspiriert von Kurt Vile, Radiohead und dem österreichischen Cloud-Rapper Yung Hurn entstanden feine Kompositionen. Eine gute Idee, dass er mit Rio seine erste Carte Blanche zückt.

Events zu diesem Artikel

Keine Veranstaltungen

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden