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Spielen ohne Stress: Mirko Schwab, Rea Dubach, Sarah Palin und Mario Hänni. © Dave Jegerlehner
Jazzwerkstatt, Bern

Keine Angst vor Kitsch

Tae Ping – eine Band mit «hohlem Namen» in einem neuen Raum und einer vielversprechenden Zusammensetzung aus Mirko Schwab, Rea Dubach, Sarah Palin und Mario Hänni.

Gitarrensaiten und Stimme, das eint das brandneue und junge «grunge pop quartet» namens Tae Ping. Und: «Wir haben keine Angst vor Kitsch und schönen Lovesongs», sagt Drummer Mirko Schwab. Entstanden ist das Projekt ungefähr vorgestern, sodass es noch keine wilden Bandgeschichten zu erzählen gäbe von Garage oder Hinterhof und Whisky oder so.

«Es ist einfach passiert»

Drummer Mirko Schwab wagt trotzdem einen Versuch: Der Gründer des Labels und Künstlerkollektivs blaublaurecords hätte eigentlich mit Rea Dubach im Duo spielen wollen. Die beiden kannten sich bereits von der Dreiercombo Omni Selassi. Dubach, die ausgebildete Jazzmusikerin mit Flair fürs Poppige und noch mehr Begeisterung für analog wie digital erfassbare Soundwelten, brachte einige Songs ins Studio, um mit ihm ein eigenes «Kasettli» aufzunehmen. Dieselbe Idee hatten aber auch Gitarristin und Bassistin Sarah Palin und Drummer Mario Hänni (Trio Heinz Herbert, Pablo Nouvelle, Hanreti). Aus den beiden Einzelaufnahmen wurde nichts, stattdessen soundeten und experimentierten die vier gemeinsam im Studio. «Es ist einfach passiert. Dann haben wir drei Tage Musik gemacht, es lag in der Luft.»

«So als wärs nicht von hier»

Und der Name Tae Ping: Fernöstliche Lebensweisheit? Chinesische Tonleiter? «Es heisst in dem Sinne nichts, es ist ein hohler Name, du kannst was erfinden», meint Schwab am Telefon. «Wir hatten Bock zu spielen und da mussten wir halt einen Namen finden, der Leichtigkeit rüberbringt und ein wenig nach Südostasien-Pseudoexotismus klingt. Also so, als wärs nicht von hier.»
Doch am Ende zähle nicht der Name, sondern die Musik. Und an der liegt ihnen viel. Sie haben sich gegen eine Aufführung im Progr entschieden, wo die Konzerte der Jazzwerkstatt normalerweise stattfinden. Gespielt wird nun im Künstlerhaus zwischen ISC-Club und Reitschule. «Das ist eine Vorsicht­smassnahme. Wir sind noch nicht gefestigt als Band nach drei Tagen Studio und ein paar Proben, wir brauchen einen Raum, der uns aufhebt und trägt», sagt Schwab.

Port d’éspoire, Schützenmatt­strasse 12/12b, Bern
Fr., 8.7., 21 Uhr
www.jazzwerkstatt.ch

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