mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Dorian Wood spannt einen Bogen zwischen Exzentrik und Feingefühl. © Pablo Almansa
Dampfzentrale, Bern

Jenseits des Hypes

Dramatischer Blues, theatrale Popsongs und technoider Rock: Das Programm der 10. Ausgabe des Saint Ghetto Festivals in der Dampfzentrale kennt keine Stilgrenzen.

Die Konzerte von Dorian Wood grenzen an eine Offenbarung, seinem Auftreten wohnt etwas Erhabenes, beinahe Göttliches inne. Die eindringliche, bluesige Stimme des kalifornischen Musikers und Künstlers hallt nach, düsteres Klavierspiel intensiviert die Wirkung der poetischen und gesellschaftskritischen Liedtexte. Wood spannt auf der Bühne einen Bogen zwischen Exzentrik und Feingefühl und schafft es, ein Gefühl der Intimität zu wecken.

«Gemeinsamer Geist»

Das Saint Ghetto in der Dampfzen­trale ist ein Musikfestival der anderen Art. Es setzt weder auf aktuelle Trends noch fügt es sich dem breiten Geschmack des Publikums. Auf Wood folgt ein Konzert der technoiden Rockband Ventil, auf ein Orgelkonzert des Aktionskünstlers Hermann Nitsch folgen die theatralen Popsongs von Zola Jesus. «Die Idee dahinter ist, aussergewöhnliche und originelle Acts nacheinander auftreten zu lassen, die innerhalb des Konzertabends Stilgrenzen überschreiten», sagt Roger Ziegler, musikalischer Leiter der Dampfzentrale. Dennoch sei das Programm der zehnten Ausgabe des Festivals bewusst gewählt: «Den Musikerinnen und Musikern wohnt ein gemeinsamer Geist inne», wie Ziegler sagt.

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden