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«Meine Hände haben gezittert.» © ZVG
Turnhalle im Progr, Bern

Introspektiv und Kollektiv

Die Carte Blanche von Bee-flat geht an Laure Betris alias Kassette. Am ersten Konzert der Reihe erhält die schweizerisch-irakische Musikerin Unterstützung von Labelkolleginnen und -kollegen.

«Als Teenager wollten wir etwas nur für uns machen, ohne Eltern. Autonom werden», sagt die schweizerisch-irakische Musikerin Laure Betris alias Kassette über ihre erste Band Skirt. Die 36-Jährige aus dem freiburgischen Bulle erinnert sich noch lebhaft an ihr erstes Konzert im Kulturzentrum Ebulli­tion in ihrer Heimatstadt: «Es war beeindruckend – und schwierig. Meine Hände haben gezittert und wir hatten keine Ahnung, wie das funktioniert.» Skirt spielte als Vorband. «Die Hauptband hat uns alles installiert, wir durften sogar ihren Verstärker ausleihen», wie Betris lachend anfügt.

Das Experimentieren teilen

Danach machte sie während sechs Jahren nur für sich Musik. Betris schrieb Songs und arbeitete nach innen gekehrt, bis das Bedürfnis in ihr aufkam, die Musik mit anderen zu teilen. «Es war ein Prozess vom Introspektiven zum nach aussen Gerichteten. Je mehr Zeit verging, desto mehr mochte ich es, im Kollektiv zu arbeiten und Musik gemeinsam zu schreiben. Ich wollte die Dinge, die ich beim Experimentieren beobachtete, mit anderen teilen», so die Sängerin. Momentan bewegt sie sich im Genre des psychedelischen Alternative Rocks.

Am Konzert der Carte-Blanche-Reihe bei Bee-flat wird Betris von Musikern des Labels Cheptel Records begleitet. Das junge, umtriebige Genfer Label hat auch «Bella Lui», das neue, leichtfüssige Album von Kassette herausgebracht.

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