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Wortgewandt: Milena Patagônia.© Marco Raho
Cafe Bar Mokka, Thun

Im Synthie-Schraubstock

Milena Patagônia spielt in der Cafe Bar Mokka ihre Platte «MP EP». Der zeitgenössische R’n’B und die Texte auf Berndeutsch vibrieren zwischen glasklar und düster.

Ausdrucksstarke Frauen, die mit Synthesizer und Stimme einen Raum bis in den letzten Winkel ausfüllen, traten in den vergangenen Jahren vermehrt auf die Bildfläche. Man denke zum Beispiel an Jessy Lanza, die mit ihrem experimentellen Pop an der Bad Bonn Kilbi für ekstatische Begeisterung sorgte, oder Laurel Halo, deren verspielter Ambient-Techno Konzerthallen füllt.

Aktuell macht die umtriebige Musikerin und Journalistin Milena ­Patagônia mit ihrer neuen Platte «MP EP» von sich reden. Darauf winden sich um die eindringliche Stimme der Bernerin mystisch-vertrackte Beats, die sich zu sperrigen Klangkulissen auftürmen, um dann von rhythmischen Pausen bis aufs Fundament wieder heruntergebrochen zu werden.

Raffiniert intim

Analog zur Musik oszillieren ihre wandelbare Stimme und ihre persönlichen Texte zwischen stark und verletzlich, düster und lieb. Die Wortgewandtheit der Journalistin, die für die BKA und den «Bund» schreibt, bleibt auch in der Musik nicht verborgen: «Du u dini Wärkzüg - I stecke i dim Schrubstock fest - Wo füehrt d Destruktion üs häre – No chli wyter aus iz Bett.» Diese verschiedenen Komponenten verflechten sich zu einem Werk aus raffiniertem zeitgenössischem R'n'B, das beim Hören ein Gefühl von Intimität weckt.

Zusätzlich zu dieser Plattentaufe beehrt Aisha Devi, Genferin mit tibetischen Wurzeln, mit ihrem elektrischen und experimentellen Trip-Hop die Dampfzentrale.

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