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Angelo Repetto und Katerina Stoykova besuchen als Wolfmann die Spinnerei.© ZVG
Spinnerei, Bern

Groove und Gelassenheit

Das Zürcher Duo Wolfman macht elektronischen Pop und vermengt Synths mit Gitarre. Gemeinsam mit der Berner Band Am Kap eröffnet es in der Spinnerei die Saison. Schon mit ihrem Debütalbum 2013 tauchte die Zürcher Band Wolfman auf dem Radar der Schweizer Musikszene auf. Dabei hatte sich das Duo zufällig gefunden, als Angelo Repetto vor über 
10 Jahren seine Nachbarin Katerina Stoykova in ihrer Wohnung nebenan singen hörte. Da schlug er ihr vor, einmal ein wenig gemeinsam zu musizieren. Was als Spielerei begann, wurde bald ernst, und plötzlich waren da drei Alben. Er an Gitarre und Elektronik und sie mit Feder und Stimme: Die
beiden verstehen es, das Publikum in Tanzstimmung zu versetzen und zugleich in weiche Melodien einzuhüllen.

«Die perfekte Kombination»

So auch mit ihrem aktuellen Album «Mad Woman» (2018). Ohne überladene Tongestaltung beginnt dieses mit dem Stück «Heat», purer Groove und Gelassenheit. Andere Tracks wie «Waving Soul» erinnern an Synth-Pop der 80er-Jahre. Vorbilder aus jener Zeit hätten sie aber nicht direkt, sagt Repetto, obwohl er als Producer avantgardistische Synthesizermusik aus den 80er-Jahren spannend finde. Da Repetto und Stoykova aber oft andere Musik hörten, als die, die sie produzierten, liessen sie sich kaum von anderen inspirieren, so Repetto: «Unsere Musik entsteht, indem ich das Ohr für das Sounddesign mitbringe und Katerina das Gespür für die Energie – die perfekte Kombination».

Texte über Tierschutz

Ausserdem schreibt Stoykova die Lyrics. Eine Sache, die beide beschäftigt, ist Diskriminierung, nicht nur von Menschen. Stoykova, die im Bereich Tierschutz arbeitet, macht das Leid von Tieren auf dem Album «Mad Woman» zum Thema, etwa im Stück «Humpback Whale».

Lieber Singles

Seit diesem letzten Album haben Wolfman drei Singles veröffentlicht. Das im Frühling erschienene Stück «Tender Words» beginnt mit verzerrter Gitarre und wird nach und nach zu einem Clubsong. Der beinah nuschelnde Gesang Stoykovas sorgt für die sphärische Energie.

Trotz einiger Veröffentlichungen seit «Mad Woman» haben Wolfman nicht vor, nächstens ein weiteres 
Album zu schaffen. «Wir arbeiten lieber an Singles oder packen vielleicht mal eine EP auf Vinyl.»

In die Spinnerei kommen Wolfman mit dem Zürcher Schlagzeuger Alessandro Giannelli. Zur Saisoneröffnung spielt neben Wolfman auch Am Kap, eine Berner Band, die sich ebenfalls in elektronischen Gefilden bewegt.

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