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Spätestens mit dem zweiten Album «The Very Start» ist Emilie Zoé gut gelandet.© Anais Blanchard
Heitere Fahne, Wabern

Gefühl braucht keine Regeln

Am Gugus Gurte tritt unter anderen die Sängerin und Gitarristin Emilie Zoé auf. Ihre düsteren und gleichzeitig gebrechlichen Songs wollte die Heitere Fahne unbedingt auf der Bühne haben.

«I dream of a comfort line / of a curly hair / that leads to some / weird land / where weak can be strong», beginnt Emilie Zoé ihren «Tiger Song». Etwas ungreifbar vielleicht, doch hört man der Neuenburgerin zu, dann trifft sie mit ihrer Abstraktheit mitten ins Gefühlszentrum und man versteht einfach. Die Gitarristin und Sängerin bringt durch ihre Stimme, die manchmal beinahe zu brechen scheint, und dem dringlichen Lo-Fi-Indie-Folk eine düstere Hoffnungslosigkeit herüber. Auf ihrem zweiten Soloalbum «The Very Start», das sie letztes Jahr veröffentlichte, beweist sie, dass sie es nicht nötig hat, irgendwelchen schematischen Regeln zum Aufbau ihrer Lieder zu folgen. Sie bleiben den Zuhörenden im Gefühlsgedächtnis haften, mehr als im Gehörgang. Am Gugus Gurte der Heitere Fahne gibt Emilie Zoé neben anderen Künstlern und DJs wie Puts Marie, The Sex Organs oder Geplantes Nichtstun ein Konzert.

Zugang für alle

«Emilie Zoé ist eine der spannendsten Musikerinnen der Romandie, deshalb wollten wir sie unbedingt zu uns einladen», sagt Ramona Bolliger von der Heitere Fahne. Es freue sie deshalb sehr, ihr in Bern eine Plattform zu geben. Das Gugus Gurte signalisierte vor genau sechs Jahren den Startschuss für die Heitere Fahne. Die Benefizveranstaltung, die während des Gurtenfestivals am Fusse des Hügels ein Alternativ­programm bietet, beruht auf Kollekte. Natürlich wäre bei diesem Programm mit Fixpreisen mehr rauszuholen als mit Kollekte. «Es sollen aber alle Zugang zu den Konzerten haben», sagt Bolliger.

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