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Bekannt aus dem «Heftli»: von der Heide.© Patrick Mettraux

«Für beide Berufe braucht es Idealismus»

Der bekannte Chansonnier Michael von der Heide lernte ursprünglich Krankenpfleger, seit drei Jahren geht er diesem Beruf in einem Heim am Zürichsee im Teilpensum nach. Mit der Kulturagenda spricht er über sein Befinden und die Parallelen der beiden Metiers.

Michael von der Heide, wie geht es Ihnen in Zeiten von Corona?
Mir geht es eigentlich ganz gut. Natürlich mache ich mir auch Gedanken und habe meine Sorgen, aber ich versuche sie auf die Seite zu legen, um im Hier und Jetzt zu leben und zu wirken.

Haben Sie noch genügend WC-Papier?
Ja. Ich hatte auch nie Panik und musste auch nicht hamstern.

Werden Sie häufig von Ihren Patientinnen und Patienten erkannt?
Ja. Die meisten kennen mich aus dem TV, aus dem «Heftli» oder waren auch schon an einem meiner Konzerte. Ich stehe nun ja schon fast seit 30 Jahren auf der Bühne.

Werden Sie auch schon mal nach einem Ständchen gefragt?
Das kommt immer mal wieder vor, und wenn es passt, stimme ich natürlich gerne ein Liedlein an.

Wie empfinden Sie die momentane Stimmung auf der Arbeit?
Freundlich, angespannt, irritierend, hoffnungsvoll.

Sehen Sie Parallelen zwischen dem Musiker- und dem Pflegerberuf?
Vom «Glamfaktor» her eher nicht (lacht). Für beide Berufe braucht es Idealismus. Musik hilft heilen oder kann für Zerstreuung und Inspiration sorgen und die Pflegenden helfen auch, zu heilen oder Schmerzen zu lindern.

Woraus schöpfen Sie in dieser Zeit Kraft?
Ich gehe spätabends in den Wald und tanke auf. Ich höre mir schöne Musik an und lese wunderbare Bücher, schreibe Texte und kommuniziere mit Freundinnen und Freunden. Das mache ich aber auch sonst. Viel Zeit habe ich zwar nicht, denn ich habe nun zu meinem Teilzeitjob noch den Dienst einer ausgefallenen Kollegin übernommen und bin eigentlich die meiste Zeit auf der Arbeit.

Worauf freuen Sie sich nach Corona am meisten?
Auf ein Fest mit Freundinnen und Freunden, auf Konzerte und Theatervorstellungen und darauf, wieder mal auswärts essen zu gehen.

www.michaelvonderheide.com

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