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Sarah Chaksad ist seit langem mit BeJazz verbunden. © Laura Pfleifer
Stadttheater, Bern

Ein Feuerwerk für BeJazz

BeJazz feiert seine 40 Jahre im Stadttheater Bern: Die Komponistin und Jazzmusikerin Sarah Chaksad hat das Jubiläumskonzert dazu komponiert.

Sie sah als Kind einen TV-Auftritt der niederländischen Jazzerin Candy Dulfer im Fernsehen und verliebte sich in deren Saxofon. Bereits mit neun Jahren begann Sarah Chaksad neben Klavier und Flöte das geliebte Instrument zu spielen. Heute ist die 39-jährige gebürtige Luzernerin eine Grösse in der Jazzszene und hat sich mit ihrem «Sarah Chaksad Orchestra» einen Namen über die Landesgrenzen hinaus gemacht.

Das, was im Jazz passiert

Zum legendären Berner Veranstalter BeJazz, der sich ganz der Förderung des zeitgenössischen Jazz verschrieben hat, pflegt sie eine besondere Beziehung. «Bevor ich an der Hochschule für Musik in Basel studiert habe, habe ich ein paar Jahre in Bern gewohnt», erzählt sie.

Sie liebe nicht nur die Stadt, sondern auch BeJazz, das ihren Projekten stets eine Plattform bot. Für das vierzigjährige Bestehen hat Chaksad nun ein einstündiges Konzert komponiert und arrangiert. Zur feierlichen Aufführung gelangt es im Stadttheater Bern. Geschäftsleiter Fabio Baechtold habe den Club, der seit 2007 eine Heimat in den Vidmarhallen gefunden hat, geprägt, meint sie: «BeJazz bildet seit Jahren die Schweizer Jazzszene ab, liefert eine Werkschau von dem, was gerade passiert.» Die Wertschätzung gegenüber den Künstler*innen sei sehr gross, die Atmosphäre familiär.

Ganz ohne Dirigat

Ihre eigene Handschrift? Chaksad beschreibt ihre Musik als modern und zugänglich. «Ich mag Harmonien und spannende Rhythmen.» Wichtig bei ihren Kompositionen sei es, stets einen Anteil an Improvisation einzubauen, der den Solist*innen Raum lasse. Im Celebration Ensemble hat sie gemeinsam mit Fabio Baechtold hochkarätige Musiker*innen vereint. «Wir stehen als Band auf der Bühne und kommen ohne Dirigat aus», so Chaksad, die selbst im Ensemble Saxofon spielen wird und mit Lisette Spinnler auch eine Sängerin verpflichtet. «Ich setze sie wie ein weiteres Instrument ein, als wäre ihre Stimme eine Farbe», so die Komponistin.

Das Saxofon habe für sie etwas Verbindendes und sei vielseitig einsetzbar. «Es kann zum Beispiel als Soundteppich im Hintergrund eingesetzt werden, oder auch solistisch im Vordergrund stehen, mit sehr starker Präsenz.»

Hommage an den Vater

Zwei Alben hat sie bisher herausgebracht. Mit «Windmond» (2016), was auf altdeutsch «November» bedeutet, verneigt sich die Musikerin vor ihrem Lieblingsmonat, in dem sie besonders kreativ sei. Mit «Tabriz» (2019) schuf sie eine Hommage an ihren verstorbenen, iranischen Vater und dessen Heimatstadt. «Mit der persischen Musik fühle ich mich sehr stark verbunden», sagt die vielseitige Musikerin.

Im Anschluss an das Celebration Ensemble treffen der Sänger und Komponist Andreas Schaerer, Bassist Björn Meyer und Perkussionist Julian Sartorius auf die Elektronik-Künstlerin Svetlana Maraš und versprechen ein berauschendes Klanggebräu.

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