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Taïga um Marc Méan (2. v. l.) präsentieren ihr zweites Album «Sea Salt».© ZVG
BeJazz Club in den Vidmarhallen, Liebefeld

«Echo eines Nadelwaldes»

Das Album «Sea Salt» von Taïga entführt in sanftmütige und vielseitige Klanglandschaften. Auf ihrer Album-Release Tour macht die Formation des Jazzpianisten und Komponisten Marc Méan bei BeJazz halt.

«Wenn ich ein Stück schreibe, passiert das nicht am Klavier, sondern wenn ich im Zug sitze oder am Laufen bin», erzählt der in Vevey geborene Jazzpianist und Komponist Marc Méan über seine Arbeitsweise. Das gebe ihm mehr Freiheit, als am Klavier zu sitzen. «Ich habe Ideen für ein Konzept, an dem ich drei, vier Monate feile. Erst dann beginne mit dem Komponieren.»

Dialog von Trompete und Flügelhorn

Diese freie Arbeitsweise ist deutlich spürbar auf seiner neuen Platte «Sea Salt», die Méan mit der im Jahr 2016 gegründeten Formation Taïga veröffentlichte. Méan mischt darauf Elektronik und Akustik und beschreibt die Musik als ein «gedämpftes Echo eines riesigen borealen Nadelwaldes». Sein Klavierspiel führt einen sanftmütigen Dialog mit der Trompete und dem Flügelhorn von Matthieu Michel. Einen Dialog in einer fremden Sprache, bei dem man zwar die einzelnen Worte nicht zu verstehen vermag, dessen tieferer Sinn sich aber dennoch zu erschliessen scheint. Teilweise drehen sich die Melodien repetitiv wie ein Karussell im Kreis, bis sie kurz darauf von Valentin Liechtis gewitterartigem Schlagzeug aus ihren Gewinden gerissen werden. Untermauert vom treibenden Bassspiel Fabien Iannones, klingen Klanglandschaften dieser «Taïga» nach aufgeschlossenem und umgänglichem Ambient-Jazz, gespickt mit überraschenden Elementen.

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