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Die wilden Jahre sind vorbei: Vercetti.© Janosch Abel
Mühle Hunziken, Rubigen

Brennpunkt Spielplatz

Der Berner Rapper Tommy Vercetti legt auf seinem neuen Album «No 3 Nächt bis Morn» den Finger auf die gesellschaftlichen Missstände unserer Zeit. Im ersten Track «Rapper’s Delight» spricht eine Art Alter Ego zum Berner Rapper Tommy Vercetti: Er solle etwas machen, das Hoffnung gebe, nach vorne schauen. Auf den Stücken die auf dem neuen Album «No 3 Nächt bis Morn» folgen, packt der bekennende Marxist die düstere Weltlage in kritische und packende Rapstücke, feinsinnig produziert von Pablo Nouvelle.

Dabei hat es nebst aller politischen und gesellschaftskritischen Dringlichkeit durchaus auch Platz für Selbstironie. Auf dem tollen «Güetzi» wird der Zuhörerin, dem Zuhörer der Kapitalismus erklärt, als wäre man 4 Jahre alt. Passenderweise veranschaulicht auf dem Spielplatz, wo ein Junge für ein «Güetzi» im Sand­kasten Burgen bauen lässt und ungerechten Tauschhandel betreibt und sei es nur für einen Platz auf der «Rutschi».

Einen Abgesang auf seine wilden Jahre gibt es in «Memo a Misäuber». Darin rappt der zweifache Vater über die Nächte, die er auch schlaflos wie früher, aber heute statt im Ausgang mit dem Wechseln von Windeln verbringt und sich einen Kater ohne zu trinken einfährt. Auf Spotify erscheint Vercettis Musik bereits in einer Playlist namens «Alte Schule», er selbst glaubt nicht ans rosten – er nennt es «Patina».

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