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Das Festival Playtime vereint die unterschiedlichsten Musikdispziplinen.© Hochschule der Künste Bern
Diverse Orte, Bern und Biel

Blinde Tränen, stille Stadt

Playtime heisst das Festival der HKB-Studierenden, in dem neben Uraufführungen wie «Blind Tears» auch wenig aufgeführte Opernarien und Stücke von Komponistinnen erklingen – Alma Mahler-Werfels «Stille Stadt» etwa.

Es stehen Liebe, Glück und Hoffnung gegen Chaos, Schatten und Verwirrung. Um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, Gott und Satan, Leben und Tod geht es im neuen Werk «Blind Tears» des österreichischen Komponisten Wolfgang Mitter. Während die Instrumentalist*innen auf dem Klavier, der Gitarre, dem Bass sowie den Schlag- und Blas­instrumenten mehr oder weniger 
improvisierend mit elektronischen Tape-Samples interagieren, rezitieren und singen drei Sängerinnen Aus­züge aus dem epischen Gedicht «Paradise Lost» (1667) von John Milton.

Verwischte Genregrenzen

«Blind Tears» ist eine Auftragskomposition der Hochschule der Künste Bern (HKB), die 15 Studierende aus den Fachbereichen Klassik und Jazz im Rahmen der vierten Ausgabe des Festivals «Playtime» zur Uraufführung bringen. Die Veranstaltungsserie umfasst insgesamt zwölf Konzerte und Aufführungen mit Beiträgen aus allen musikalischen Bachelor- und Masterstudiengängen, darunter auch Rhythmik, Komposition, Jazz, Sound Arts oder Contemporary Arts Practice. In vielen der Darbietungen werden im Stil der zeitgenössischen Musik neue Klangwelten erforscht, digitale und audiovisuelle Technologien eingesetzt, Genregrenzen verwischt, Raumdispositionen neu gedacht.

Selten gehörte Komponistinnen

In der Produktion des Schweizer Opernstudios, den Opernskizzen, wandelt das Publikum etwa durch das Volkshaus Biel und kriegt an verschiedenen Stationen Opernszenen präsentiert. Dabei sei die Aufführung nicht nur physisch eine «Entdeckungsreise», sondern auch musikalisch, sagt der Leiter des Opernstudios, Mathias Behrends. Denn das Programm, «She», setze sich ausschliesslich aus Arien und Szenen aus Opern von Komponistinnen zusammen, die, so Behrends, «ganz zu Unrecht» äusserst selten auf den Spielplänen von Opernhäusern stünden.

Zu entdecken gibt es nun etwa Auszüge aus «The Wreckers» von Ethel Smyth, «Die stille Stadt» von Alma Mahler-Werfel oder «La liberazione di Ruggiero dall‘isola d‘Alcina» von Francesca Caccini. Ausserdem ist die Darbietung zweier Szenen aus «Quo Vadis» der tschechischen Komponistin Sylvie Bodorová eine Vorpremiere, denn die vollständige Uraufführung des Werks steht erst noch bevor.

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