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Wenger komponiert und kombiniert. © Reto Andreoli
Kulturhof Schloss Köniz

Bach, die «Rhythmusmaschine»

Im Kulturhof Schloss Köniz lässt Saxofonist und Komponist Matthias Wenger in «Forward Rhythm – Back to Bach» ein Jazztrio auf fünf Holzbläser und ein Orchester treffen.

Am Anfang und Ende des Konzert­abends «Forward Rhythm – Back to Bach» im Kulturhof Schloss Köniz steht Bach. Das Orchester Divertimento, unter der Leitung der Dirigentin Clíodhna Ní Aodáin, eröffnet den Abend mit 
der Suite Nr. 3 in D-Dur von Johann 
Sebastian Bach. Zum Abschluss wird der Bogen mit der von Wenger bearbeiteten Version «Back To Bach – Rain, Wood, Air» von «Air» aus der Suite 
Nr. 3 von Bach, wieder geschlossen. «Ich habe diese von hinten begonnen rauszuschreiben, da wir dort aufhören und die Leute entspannt nach Hause lassen wollen», erzählt Wenger.

Der Puls des Lebens

Dabei sei ihm aufgefallen, dass einzelne Teile von «Air» in 12-taktiger Form geschrieben und zusammen mit der Basslinie eigentlich sehr Jazz- und Blues-ähnlich instrumentiert seien, so Wenger. Auf die Frage, weshalb er gerade die Verbindung zu Bach gesucht habe, meint er: «Bach hat eine enorm starke Sprache und einen hohen Wiedererkennungswert. Deshalb ist er sicher eine Orientierung, sobald man ein bisschen über den Tellerrand von Jazz hinausblickt und in die Klassik hineinschaut». Für Wenger tut sich dazwischen eine ganze Welt auf, in der er sich mit den titelgebenden Elementen «Rain», «Wood» und «Air» auseinandersetzt. So klingen die drei Sätze auch den Naturphänomenen entsprechend: Zuerst neblig und regnerisch, dann urchig und bluesig, wie eine Rhythmus­maschine, und zum Schluss erkenne man die bekannte Melodie von «Air» wieder, die als Ausgangspunkt für die Improvisation diente, erklärt Wenger.

Zwischen den beiden Bach-Teilen wird die von Wenger für das Orchester Divertimento komponierte Saxofon­suite «Stronger than Mankind» gespielt, die sich ebenfalls an der Natur orientiert. Die Uraufführung soll etwa den Sonnenaufgang erklingen lassen, den Puls des Lebens fühlbar machen – und die Kraft der Gravitation, die alles zusammenhält.

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