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Sebastian Lee Philipp begibt sich als Die Wilde Jagd in düstere Gefilde. © Markus Luigs
ISC Club, Bern

Jagd nach dem abgründigen Klang

Im ISC ist es Zeit für düstere und abenteuerliche elektronische Musikexperimente: Die Wilde Jagd trifft auf Kenel/Sonne und Casanora. BlauBlau Records ist die Heimat von so aufregenden Schweizer Musikerinnen und Musikern wie Rea, Tommy Lobo oder Göldin & Bit-Tuner. Experimentierfreudige elektronische Musik, die zwischen Kunstprojekt und Club anzusiedeln ist. Im ISC sind in der Reihe «A sick sad world» das Zürcher Duo Kenel/Sonne aus dem Hause BlauBlau zu hören. Ihre dröhnenden Musikstücke sind oftmals von unheimlichen Geräuschen unterlegt, so dass man sich fragt: Ist das ein tropfender Wasserhahn oder der Beginn eines Horrorfilms? Am Konzert treffen sie auf das Ein-Frau-Kunstprojekts der Bernerin Casanora. «Dream & Drive» heisst ihre Debütsingle – es könnte auch der Titel eines neuen Filmes von David Lynch sein –, die knistert und surrt, dass einem himmelangst wird. Dazu eine Stimme, die nicht von dieser Welt scheint.

«Flederboys» und «Ginsterblut»

Perfekt dazu passt das Projekt Die Wilde Jagd des deutschen Musikers Sebastian Lee Philipp. «Uhrwald Orange» heisst das Universum (und sein zweites Album), in dem er sich auf die wilde Jagd begibt. Inspiriert von flämischen Meistermalern und Lied­zyklen aus dem 14. Jahrhundert erschafft er bedrohlich-atmosphärische Stücke, in denen er «Flederboys», «Ginsterblut» und «Säuregäule» besingt. Bei Philipps verwandeln sich die Klänge in einen Alptraumsoundtrack: «Eisenschellen wer­den zu Hufgetrappel, Synthesizerklänge zu Krähenrufen und der Plattenhall zu Donner», schreibt er.

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