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Bringt ein Stück London nach Bern: Künstlerischer Leiter und Cellist Samuel Justitz.© Ian Dingle
Diverse Orte, Bern

Zur Erinnerung

Das Festival Avigdor Classics will mit Kammermusik Generationen verbinden. Unter dem Motto «Souvenir Musical» rückt der künstlerische Leiter Samuel Justitz das Phänomen der Erinnerung in den Fokus.

Als der junge Berner Cellist Samuel Justitz in London studierte, besuchte er oft die öffentlichen «Lunchtime Concerts». «Die ungezwungene Atmosphäre an diesen Konzerten hat mich stark fasziniert. Da sassen Business-Herren im Anzug neben altmodisch gekleideten Grossmüttern und Jugendlichen in Jeans», erinnert er sich. Nach seinem Studienabschluss und seiner Rückkehr nach Bern 2017 gründete er das Kammermusikfestival Avigdor Classics, das ein ebensolches Nebeneinander der Generationen begünstigen soll.

 

Musikalisch illustriert

Die vier Konzerte der anstehenden zweiten Ausgabe beleuchten das Thema der Erinnerung aus verschiedenen Perspektiven. Das Eröffnungskonzert «Souvenir des lieux chers» etwa lässt das Publikum in die Erinnerungswelten von bekannten Komponisten der Romantik eintauchen. Zu Beginn erklingt das Streichsextett in d-Moll «Souvenir de Florence» von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, das die Erinnerungen des russischen Komponisten an dessen Aufenthalt in Florenz im Sommer 1890 musikalisch illustriert. Und während der Darbietung des Streichquartetts Nr. 2 «Intime Briefe» von Leoš Janácˇek visualisiert ein Tanzpaar die Beziehung des Komponisten mit einer 38 Jahre jüngeren Geliebten.

Wohnzimmer-Feeling

«Jedes Konzert hat einen besonderen Charakter», sagt Samuel Justitz. Mystisch werde es zum Beispiel, wenn die elf Musizierenden des Festivals zusammen mit dem Vokalensemble Suppléments musicaux in der Krypta der Kirche St. Peter und Paul eine klangvolle Reise in den hohen Norden unternehmen. Tags darauf sorgt dann eine Teedegustation während des musikalischen Vortrags im Zunftsaal der Gesellschaft zum Distelzwang für ein wohliges Wohnzimmer-Feeling. Und zum Abschluss des Festivals kündigt Justitz ein «musikalisches Feuerwerk» mit südamerikanischen Tangos an, an dem sich auch das Streich­ensemble La Sinfonietta des Konservatoriums Bern beteiligt.

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