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Die kreativen Eheleute Linck.© Paul Senn, FFV, Dep. KMB, GKS, Bern
Saal der Pfarrei Dreifaltigkeit, Bern und Kunsthaus Pasquart, Biel

Wenn Keramikfiguren Modell stehen

Das Komponist*innenkollektiv l’art pour l’aar nähert sich dem Berner Kreativpaar Walter und Margrit Linck mit drei Uraufführungen und zwei Improvisationen.

Sie war die Keramikkünstlerin, er der Eisenplastiker. Beide stellten international aus. Die Eheleute Margrit und Walter Linck verfolgten künstlerisch je eigene Wege, und doch gingen sie eine Art Symbiose ein. Als Walter Linck 1975 starb, kam auch das Schaffen der Hinterbliebenen zum Erliegen. Erst in ihren letzten zwei Lebensjahren, zwischen 1981 und 1983, entstand ihr grosses Spätwerk: alienhafte Terrakottafiguren. Aber auch die surrealen Figuren, die in Margrit Lincks Lebensmitte entstanden, zeigen den Reichtum ihres plastischen Schaffens.

Es waren diese Figuren, welche die Berner Komponistin Ursula Gut von l’art pour l’Aar dazu bewegten, dem Berner Künstler*innenpaar das Konzert «Balance/Résonance» zu widmen. Eigens dafür komponierten sie sowie Oliver Waespi und Daniel Andres je ein Stück. Inspiration holten sie sich im Familienhaus der Lincks in Reichenbach, wo sie ihr Œuvre betrachten durften. «Mir taten es die Keramikfiguren von Margrit an, meine Kollegen waren von den beweglichen und filigranen Metallobjekten von Walter inspiriert», sagt Gut.

Ein kleiner Flötenchor

Weil Lincks Figuren wie ein rätselhafter Klangkörper wirkten, einige, als würden sie gerade Luft holen und ein Lied anstimmen, schrieb Gut das Stück «chant-son-visible». Es ist ein Werk für Alt-, Bass-, Kontrabassflöte und Violoncello. «Ich wollte durch die Flötenfamilie diesen gesanglichen Charakter betonen, suchte darin ein Spiel mit sonoren wie auch mit klaren, hellen Klängen», so die Komponistin. Das Cello verleihe der Musik eine weitere, warme Klangfarbe.

Interpretiert werden die Stücke von den Flötisten Pierre-André Bovey und Markus Hofer sowie von Matthias Schranz am Violoncello. Letzterer spielt ausserdem zwei Improvisationen. Zwischen den Stücken erzählt Regula Linck vom Werk ihrer Schwiegereltern. Nicht zuletzt sind im Konzertsaal Keramiken und Eisenplastiken der beiden ausgestellt.

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