mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Der Toulouser Pianist Bertrand Chamayou ist Artist in Residence des Gstaad Menuhin Festivals.© Marco Borggreve
Diverse Orte in und um Gstaad

Wenn Frankreich in Gstaad gastiert

Anlässlich des 20. Todestags seines Gründers widmet sich das Gstaad Menuhin Festival der französischen Musik und der ­Musikstadt Paris – einem wegweisenden Ort in Yehudi Menuhins Leben.

Ein französischer Schimmer wird sich während zweier Monate über Landschaft und Ortschaft, über Berg und Tal, rund um Gstaad legen. Ein französischer Schimmer, klangvoll und musikalisch. Ravel, Chopin (oder ist er doch eher Pole?) und Saint-Saëns erklingen in den Kirchen und Konzertsälen. Das Eröffnungskonzert «Menuhin à Paris I» jedoch ehrt den rumänischen Geiger, Komponisten und später prägenden Lehrer Menuhins, George Enescu. Doch nicht nur die Komponisten und Werke haben einen Bezug zur Grande Nation, sondern auch einige der Interpreten. Allen voran der Artist in Residence Bertrand Chamayou. Einer, der den Frankreich-Fokus des aktuellen Festivals perfekt verkörpert.

Frankophile Klänge

«Das Genie aus Toulouse», wird ihm nachgesagt. Der 38-jährige Pianist (exakt 100 Jahre jünger als Enescu) ist ein Virtuose auf seinem Instrument, überzeugt und überrascht mit eigenwilligen Interpretationen. Er ist der einzige Künstler, der viermal mit Frankreichs renommiertem Preis «Victoires de la Musique Classique» ausgezeichnet wurde. 2014 und 2016 war er Gast des Festivals, heuer gibt er als Residenz-Künstler ganze fünf Konzerte: Als Solist, mit Orchester oder in Kammer­formation – unter anderen im Duo mit der argentinischen Cellistin Sol Gabetta.

Es werden auch weitere Nicht-Franzosen zu Klange kommen, wenn auch mit französischer Begleitung oder französischem Programm. Zu einem der grossen Sinfoniekonzerte wird der deutsche Tenor und Opernsänger Klaus Florian Vogt, gemeinsam mit dem Orchestre National de Lyon, empfangen. Vogt gilt als einer der erfolgreichsten Wagner-Interpreten und singt sich damit um die Welt und Anfang September bis nach Gstaad, wo er neben Wagner auch frankophile Klänge darbietet: Neben Ravels weltbe­liebtem «Boléro» und Gershwins Liebeserklärung «An American in Paris», wird das Orchester aus Lyon eine ­Uraufführung des zeitgenössischen Franzosen Tristan Murail spielen: «Reflections/Reflets IV» – ein Auftragswerk des Festivals.

Events zu diesem Artikel

Keine Veranstaltungen

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden