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Das Vokalensemble ardent tritt mit dem Berner Kammerorchester auf.© Roland Finsterwalder
Casino, Bern

Vater und Sohn, lebenslänglich

Zum Saisonauftakt schliessen sich das Berner Kammer­orchester und das Vokalensemble ardent zusammen – und laden mit «Vaterliebe» zum Mozart-Mozart-Abend. Leopold, der Vater, ist der Nachwelt vor allem als unermüdlicher Förderer und Unterstützer bekannt. Wolfgang, sein Sohn, ist der Grosse von den beiden. Wolfgang Amadeus Mozart hatte mit Leopold Mozart als Vater Glück, er war ihm aber auch lebenslange eine Bürde. Der Vater: brav und pflichtbewusst, Hofmusiker und Komponist der Vorklassik. Der Sohn: genial und verspielt, ein Genie, ein Freigeist.

Abnabelung ohne Abschluss

Wie wohl in jeder Vater-Sohn­Beziehung lernten sie voneinander und forderten sich ebenso. Vater Leopold versuchte seinen Sohn zu verstehen und sich in sein verspieltes Gemüt einzufühlen. Sohn Wolfgang Amadeus versuchte sich vom Vater loszulösen, musste sich vor ihm beweisen, wollte als eigenständiger Musiker und Komponist und nicht als Vater-Kopie wahrgenommen werden. So organisierte der Vater dem Sohn beispielsweise eine gute Anstellung beim Erzbischof von Salzburg. Doch der Sohn lehnte ab, wollte mehr Eigenständigkeit und Selbstständigkeit. Aus Briefen und Schriften weiss man: Der Abnabelungsprozess dauerte ein Leben lang, kam nie zum Abschluss.

Auch im Hier und Jetzt werden die beiden nun zueinander gerückt: musikalisch, in einem «gemeinsamen Konzert» mit Stücken beider Komponisten. Dazu spannen das Berner Kammerorchester und das Vokalensemble ardent unter der Leitung von Patrick Secchiari zusammen. Sie laden zu «Vaterliebe», dem ersten Abonnements-Konzert, ein.

Internationale Solist*innen

Beide Ensembles sind bekannt für ihre experimentellen, spartenübergreifenden Projekte, mit Mozart und Mozart bleiben sie nun einmal ganz (vor)klassisch. Die Solistenparts werden von international auftretenden Sängerinnen und Sängern übernommen – Kathrin Hottiger im Sopran, Sarah Widmer im Mezzosopran, als Tenor tritt Raphael Höhn auf und Gerardo Garciacano komplettiert im Bass das Solistenquartett.

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