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Zwei Celli, fünf Virtuosen: Das Melos Quintett überrascht und überwältigt mit seinem Spiel. © ZVG
Elfenau Park, Bern

Spielereien von Format

Die spezielle Formation bedingt spezielle Stücke: Das Wiener Melos Quintett spielt im Elfenau Park mit zwei Celli eines von Schuberts letzten kammermusikalischen Werken.

Überraschende Dissonanzen, die sich in neuartigen Tonfolgen verlieren, klingendes Geflimmer, plötzliche Spielereien mit den Tempi: Die Pavane «couleurs du temps» schrieb der Genfer Komponist Frank Martin 1920. Zu der Zeit entdeckte der junge Musiker, der später Schönbergs Kompositionsmethoden studieren sollte, die Neue Musik. Die Pavane wird vom Wiener Melos Quintett, bestehend aus Klara Flieder, Hartmut Ometzberger (beide Violine), Cynthia Liao (Viola), Uta Korff-Strassl und Christophe Pantillon (beide Cello) im Elfenau Park aufgeführt.

Schuberts »Schwanengesang»

Für die spezielle Quintett-Formation gibt es ein einziges Stück von Schubert, das Melos im Repertoire hat und nun in Bern spielt: das fast einstündige Streichquintett in C-Dur D 956. Reich an Legato-Melodien und Spielen mit Gegensätzen, gilt das Stück als Schu­berts «kammermusikalischer Schwanengesang», den er 1828, wenige Monate vor seinem Tod, komponierte. Das Stück markiert aus heutiger Sicht einen Höhepunkt in der Kunst des Wiener Komponisten und der Romantik. Doch stiess es zunächst auf Unverständnis, sodass es erst gut zwanzig Jahre nach dem Tod des Komponisten öffentlich aufgeführt und gedruckt wurde.

Elfenau Park, Bern
Sa., 5.6., und So., 6.6., 17 Uhr
www.elfenaupark.ch



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