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Spielt stürmisch: Germán Echeverri.© Guillaume Perret
Burgerbibliothek, Bern

Sinfonie des Unwetters

Grollende Tremoli, rauschende Tempi: Les Passions de l’Âme vertonen mit «Klimawandeln» meteorologische Extremlagen wie Hitzesommer und Überschwemmungen.

Waldbrände, Überschwemmungen, Ozeanerwärmung, heftige Gewitter, Gletscherschmelzen, Hitzesommer, milde Winter: «Wir befinden uns in einem Klimakarussell, das immer schneller dreht», sagt Meret Lüthi, Geigerin und musikalische Leiterin des Orchesters für Alte Musik Bern, Les Passions de l’Âme. Doch kann man den Klimawandel stoppen? Und wie? Ermutigende musikalische Antworten möchten Lüthi und das Orchester an ihren anstehenden Konzerten «Klimawandeln» bieten. Als wissenschaftlicher Experte ist der ETH-Klimaforscher Erich Fischer zu Gast, der Klimaphänomene, Einflussfaktoren und Zukunftsmodelle erklärt.

Tröpfeln, prasseln, rauschen

Das dramaturgische Konzept sieht dabei eine enge Verschränkung von Wort und Musik vor: «Zur Veranschaulichung der meteorologischen Phänomene liefern Les Passions de l’Âme den passenden, lautmalerischen Soundtrack.» Den himmlischen Naturgewalten entsprechend formieren sich die sieben Musiker*innen auf der Empore und lassen es von dort aus akustisch nach unten tröpfeln, prasseln, rauschen, grollen, brausen, tosen, zischen und krachen.
Aus der grossen Fülle an Kompositionen mit deskriptiven Unwetter-Effekten wählte Lüthi Werke von sieben Komponisten aus drei Jahrhunderten, darunter etwa den «Sommer» aus «Die vier Jahreszeiten» von Vivaldi, den vierten Satz, «Donner, Sturm», aus der sechsten Sinfonie von Beethoven oder die «Introduction» aus «The Tempest» von Matthew Locke. Die Gewitterszenen würden zwar, so Lüthi, alle dieselben Elemente aufweisen – dynamische Extreme, tremolierende Tonwiederholungen, rauschende Tempi oder sich steigernde Notenwerte – aber doch besitze jede musikalische Umsetzung ihre «ganz individuelle, geniale Originalität». 

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