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Das Ensemble Voces Suaves begab sich auf die Spuren von Monteverdis Muse Caterina Martinelli. © Markus Raeber
Orangerie Elfenau, Bern

Porträt der Muse

Das auf Renaissance und Barock spezialisierte renommierte Basler Vokalensemble Voces Suaves widmet sein Konzert «Monteverdis Muse» einer viel besungenen Frau. Während vier Wochen sassen zwei von ihnen in Bibliotheken, wälzten Bücher, lasen, recherchierten – bis sie sich ein Bild machen konnten. Ein Bild einer jungen Frau, einer Muse, einer Sängerin. Aus diesem Bild wurde ein musikalisches Porträt. Ein barockes Programm, rund um Caterina Martinelli, die um die Wende des 16./17. Jahrhunderts gelebt hatte.

Wissen, was sie erzählen

Gemeinsam mit drei Instrumentalisten begibt sich also das achtköpfige Basler Ensemble Voces Suaves auf die Spuren dieser Frau, für welche, über ihr kurzes Leben hinaus, unzählige Werke geschrieben wurden – allen voran von Claudio Monteverdi, dessen Muse sie war. «Wir haben so viel Material gefunden, da hätten wir zwei Tage füllen können», sagt Tobias Wicky, der das Ensemble 2012 während des Gesangstudiums gegründet hat.

Entstanden ist ein Programm, das mit Monteverdi beginnt und schliesst. Dazwischen erklingen Werke der Zeitgenossen Giulio Caccini und Marco da Gagliano und zwei instrumentale Kompositionen von Orí Harmelin (Laute) und Giovanna Barbiera (Gambe). «Dazu lesen wir Briefwechsel aus dieser Zeit vor», sagt Wicky. Die Textarbeit sei für Voces Suaves sowieso von grosser Wichtigkeit: «Sie gibt einem Madrigal, wie einem Lied, eine tiefere Bedeutung, mit welcher auch der Zuhörer nochmals anders erreicht werden kann.» So sind auch alle gesungenen Texte im Programmheft auf Italienisch und Deutsch nachzulesen. «Was nicht schon übersetzt war, liessen wir übersetzen. Schliesslich singen wir auch ganz anders, wenn wir wissen, was wir damit erzählen.»

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