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Heinz Balli an der Münsterorgel. © ZVG
Berner Münster

Ohrenlicht

Heinz Balli, lange Jahre Hausorganist am Berner Münster, spielt im Rahmen der «Abendmusiken» meditativ-sinnliche Stücke, die für jedes Ohr zugänglich seien, wie er sagt.


Um die Jahrtausendwende wurde die grosse Orgel des Berner Münsters umfassend renoviert. Speziell für die Einweihung liess der damalige Haupt­organist, Heinz Balli, vom Berner Komponisten Peter Streiff eine Komposition anfertigen. Es entstand das Werk «Ueber Licht geneigtes Ohr – sieben Aufzeichnungen für Orgel», das mit Satzbezeichnungen wie «Stillstand» oder «In der Schwebe» einen meditativen Charakter erahnen lässt. «Trotz ungewöhnlichen Harmonien ist die Komposition für jedes Ohr zugänglich; in ihr steckt Poesie, Dramatik und Sinnlichkeit zugleich», sagt Heinz Balli.

Da das diesjährige Motto der Abendmusiken-Reihe «Luftlicht» lautet, setzte Heinz Balli Streiffs «Ueber Licht geneigtes Ohr» auf das Programm seines Orgelrezitals. Umrahmt wird die zeitgenössische Komposition von der Sonate Nr. 5 D-Dur von Felix Mendelssohn und vom Choral Nr. 1 von César Franck – Werke, bei denen die orchestralen Qualitäten der Münsterorgel so richtig zur Geltung kommen. «Die Stimmen verschmelzen auf diesem Instrument wunderbar in­einander – wie in einer Sinfonie», schwärmt Organist Balli. 

Glühen in Dunkelgold

Zur Eröffnung des Konzerts spielt er ausserdem das Werkpaar «Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552» des deutschen Orgeltitans Johann Sebastian Bach: «Sie leuchten für mich in einem ganz besonderen Licht – es ist nicht ein gleissendes Strahlen, sondern eher ein dunkelgoldenes Glühen.»

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