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Spielt als Solistin: Meret Lüthi.© Guillaume Perret
Berner Münster

Mysterien als Klang erleben

Für seine Rosenkranzsonaten setzte Heinrich Ignaz Franz Biber 14 unterschiedlich gestimmte Violinen ein. Les Passions de l'Âme nehmen die Herausforderung an.

Als Meister seiner Zeit galt der böh­mische Komponist und Violinist 
Heinrich Ignaz Franz Biber, der im 17. Jahrhundert wirkte. Seine 15 Rosenkranzsonaten erklingen an zwei Konzerten im Berner Münster – ein bewegendes zyklisches Werk.

Durch den Einsatz von 14 unterschiedlich gestimmten Violinen nehmen sie eine einmalige Stellung in der Geschichte des Violinenspiels ein. Les Passions de l’Âme, das Orchester für alte Musik Bern unter der Leitung von Meret Lüthi, setzt dazu historische Instrumente ein, die das 17. Jahrhundert heraufbeschwören: Lüthi spielt als Solistin die Barockvioline, Matthias Müller Gambe und Lirone, ein historisches Streichinstrument. Rebecca Rosen musiziert auf der Basse de Violon, einer Art Vorläufer der Bratsche. Shizuko Noiri an der Laute, Margit Übellacker mit der Salterio, einer Kastenzither, und Ieva Saliete an Cembalo und Orgel komplettieren das Ensemble.

Freude, Schmerz, Glorie

Jeder Sonate ist ein Kupferstich in Form eines Medaillons vorangestellt, der ein Ereignis aus dem Leben Marias und Jesus’ abbildet. Biber entnahm die Bilder einer religiösen Druckgrafik, einem sogenannten Bruderschaftszettel, und fügte sie in die geschriebene Widmungshandschrift für den Salzburger Fürsterzbischof Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg ein. Die Bilder sind auf drei Spalten verteilt und stellen die je fünf freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Geheimnisse des Rosenkranzes dar. Das erste Konzert widmet sich den freudenreichen und schmerzhaften Rosenkränzen, im zweiten Konzert folgt der glorreiche Rosenkranz mit der Schlusssonate XVI «Schutzengel», der Passagalia für Solovioline in g-Moll.

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