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Singt sich an seinem Wanderkonzert «Tour de Berne» a cappella durch die Berner Altstadt: das Vokalensemble Ardent.© Tsuyoshi Tachibana
Diverse Orte, Berner Altstadt

Mit Vreneli zum Bärengraben

Das Vokalensemble Ardent singt sich spazierend durch Berner Liedgut – die «Tour de Berne» beginnt im Kornhauskeller und endet bei den Bären.

Zwei Bäumchen im Garten, Muskatblüten und Nelken sowie ein Mühlrad, das in der Tiefe nichts als Liebe mahlt – das sind sinnbildliche Motive im Guggisberglied. Sie stehen für die Beziehung zweier Liebenden, dem Vreneli «ab em Guggisberg» und Simes Hans-Joggeli «änet em Bärg». Das Glück ist ihnen jedoch nicht vergönnt, wie die berühmte, herzzerreissende Melodie in Moll bereits in der ersten Phrase, «’S isch äben e Mönsch uf Ärde», erahnen lässt. Am Ende bricht das Mühlrad, und Vreneli stirbt vor Kummer.

Dieses Lied, das als das älteste noch bekannte Volkslied der Schweiz gilt, interpretiert das Berner Vokalensemble Ardent an seinen beiden anstehenden Wanderkonzerten. Für Patrick Secchiari, den musikalischen Leiter des Ensembles, ist es eine besondere Freude, dass diese «Tour de Berne» nach zwei Jahren – «im dritten Anlauf» – endlich stattfinden kann. Sie beginnt im Kornhauskeller und führt über vier weitere, geschichtsträchtige Orte in der Berner Altstadt bis zum Bärengraben. An jeder der sechs Sta­tionen präsentieren die 32 Sänger*innen je zwei Lieder a capella. Das Programm sei ein Best-of des Berner Liedgutes, sagt Secchiari. So gibt es neben dem «Berner Marsch» auch Lieder wie «Bin albe e wärti Tochter gsy», «Du fragsch, was i möchte singe» oder «Bärnertracht» zu hören.

Anekdoten und satirische Reflexion

Den musikalischen Stadtspaziergang begleitet der Berner Musiker und Komponist Moritz Achermann, der als Moderator an den verschiedenen Stationen spannende, prickelnde oder historische Anekdoten zu den Liedern, den Komponisten und den Orten erzählt. Auch die Berner Mentalität werde er des Öfteren satirisch reflektieren, kündigt Achermann an. Mit entsprechendem Humor dürfe man ins­besondere die beiden letzten Lieder geniessen: Das augenzwinkernde Mani-­Matter-Lied «Hie ir Schwyz», das Ardent in einem vierstimmigen ­Arrangement von Moritz Achermann präsentiert, und zum Schluss die ­Neukomposition von Achermann, «A Bäregrabe abe», die mit kreativen Effekten die Begeisterung um den Bärengraben aufs Korn nimmt.

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