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Chordirigent Patrick Secchiari leitet das berühmte «Requiem» Duruflés an.© ZVG
Französische Kirche, Bern

Lied für den ewigen Schlaf

Eine Totenmesse der schwelgerischen Art: Das Berner Kammerorchester bringt mit dem Berner Münster Jugendchor, dem Ensemble Ardent und Studierenden der Hochschule der Künste Bern Maurice Duruflés «Requiem» in die Französische Kirche.

Wie eine Umarmung bahnen sich die langgezogenen Trompetenstösse ihren Weg in den zurückhaltenden, sakralen Gesang, der von Orgel und Orchester mal grundiert, mal kontrastiert wird. Beinahe über­irdisch schön klingt Maurice Duruflés «Requiem». Wegen seiner klanglichen Sanftheit, dem trostspendenden Grundton und der hoffnungsvollen Anmut wird das 1947 entstandene Werk auch als «Wiegenlied des Todes» bezeichnet.

Moderne Kirchengesänge

Die Komposition schlägt eine Brücke zwischen dem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beliebten französischen Kirchengesang und den Harmonien der Moderne, wie man sie von einem Debussy oder Ravel kennt.

Das Berner Kammerorchester (BKO) lässt das «Requiem» unter der Leitung von Patrick Secchiari mit dem Berner Münster Jugendchor und dem Vokalensemble Ardent in der Französischen Kirche bei «Musique à l‘église française de Berne» erklingen. Als Solist*innen treten Alexandra Weidlich (Orgel), Alexandra Busch (Mezzosopran) und Gerardo Garciano (Bariton) auf.

Elektronische Zwischenlaute

Das auch heute noch viel gespielte Werk wird am Konzert des BKO unterbrochen von weiteren Stücken aus der Feder Duruflés: das A-cappella-Stück «Notre Père» und das aus vier gregorianischen Motetten zusammengesetzte «Ubi Caritas» sowie das Orgelwerk «Prélude et Fugue sur le nom d’Alain». Zusätzlich komponierten drei Studierende des Bereichs Sound Arts der Hochschule der Künste Bern elektronische Musik, die zwischen den Sätzen des Requiems Platz findet. Mit Tonaufnahmen und Interventionen füllt das elektronische Instrumentarium der Studierenden die Zwischenräume. So laufen die Chormitglieder mit Tonaufnahmen auf ihren Handys durch den Raum und werden zur lebendig-beweglichen Klanginstallation.

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