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Die Sängerin Julia Schiwowa stellt in ihren Chansons Fragen zur Vergänglichkeit.© Dennis Yulov
Yehudi Menuhin Forum, Bern

Leichtfüssig ins neue Jahr

Das Programm zu den Silvester- und Neujahrskonzerten des Vokalensembles Musica Classica verspricht Unterhaltung von Oper bis Chanson. Spezialgast ist die Sängerin Julia Schiwowa.

Wenn das Jahr zur Neige geht, kommen die Fragen hoch: «Was habe ich gemacht mit der Zeit? Habe ich sie auch wirklich genossen oder einfach verloren?» Die Zürcher Sängerin Julia Schiwowa geht in ihrem Chanson «Le temps» solchen Überlegungen nach und setzt sie in den Kontext eines ganzen Lebens. «Es geht in diesem Lied darum, dass jedes Lebensalter seine Besonderheiten, Fragen und Wünsche hat. Und am Ende, wenn alles andere verblüht ist, bleibt nur die Liebe lebendig», sagt Schiwowa.

Den Weg zum Chanson fand Julia Schiwowa 2013 durch den Liedermacher Marcos Buser alias Marbour. Beim Arrangieren von dessen Liedern hat sie gleichzeitig eine persönliche Klangsprache entwickelt: poetisch, leichtfüssig und sublim. Die Szenen in den Liedern entstammen oft dem Alltag, doch die Sängerin führt sie in eine musikalische Traumwelt über. An den Silvester- und Neujahrskonzerten von Musica Classica präsentiert sie mit dem Pianisten Edward Rushton und dem Akkordeonisten Andrei Ichtchenko fünf Chansons des Albums «Le Röschtigraben».

Schöne Bouffonnerie

Das Programm «Von Oper bis Chanson» hat der Bündner Dirigent Willi Derungs zur Zelebration des Jahreswechsels zusammengestellt. «Diese Musik verbreitet grossen Spass und eignet sich dafür, mit einem guten Gefühl das alte Jahr zu beenden und das neue zu begrüssen», sagt Derungs. Eine schöne Bouffonnerie etwa ist die Arie «O Sancta Justitia» aus der Oper «Zar und Zimmermann» von Albert Lortzing. Den wichtigtuerischen Bürgermeister Van Bett gibt am Konzert der Bariton Wolf Latzel.

Bei den heiteren Musiknummern aus dem Musical «Hello, Dolly!» von Jerry Herman mischt dann auch der Chor kräftig mit, sodass die bekannten Hits wie der Titelsong oder «It Takes a Woman» als Ohrwürmer noch eine Weile nachklingen.

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