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Der Bratschist Alejandro Mettler bringt einen Hauch Tango in die Dampfzentrale. © Julia Wesely
Dampfzentrale, Bern

Kreise schliessen sich

60 Jahre ist es her, seit die Camerata Bern ihr Frühlingserwachen erlebte – noch immer steht das Kammerorchester für Spielfreude auf höchstem Niveau. Am Konzertabend «Cocktail Opus 4» in der Dampfzentrale feiern die Musiker*innen mit allen Jahreszeiten.
Es war der «Spring of ’62», als sich junge, ambitionierte Musiker*innen aus der Deutschschweiz ein lauschiges Ferienhaus im Tessin mieteten. Sie probten, kochten, badeten und malten Träume aus. Zurück in Bern, stellten sie sich dem Publikum erstmals als «Camerata Bern» vor. Damals ahnte noch niemand, dass dieses 
Kammerorchester nur fünf Jahre später – 1967 – auf seiner Welttournee in Singapur als «The World Famous Chamber Orchestra» bezeichnet werden würde. Inzwischen sind 60 Jahre Erfolgsgeschichte vergangen, und so feiert die Camerata Bern zur Eröffnung ihrer neuen Saison das Jubiläum mit dem ausgedehnten Konzertabend «Cocktail Opus 4». Das erste Konzert, «Geburtstag», gliedert sich in zwei Teile, wobei die Gestaltung je dem neuesten und dem langjährigsten Mitglied obliegt.

Den Beginn macht das Programm des australischen Geigers Michael Brooks Reid, der seit 2021 im Orchester mitspielt. Unter dem Titel «Life 
Cycles» bringt er Kompositionen aus verschiedenen Epochen zusammen, die sich mit dem Kreislauf des Lebens in Bezug setzen lassen: So erklingen etwa Sätze aus Vivaldis «Die vier Jahreszeiten», dazu alternierend Ausschnitte aus dem Streichsextett «Verklärte Nacht» von Arnold Schönberg, oder die Tonschöpfung «Carlo» von Brett Dean, eine musikalische Charakterstudie des Komponisten und Mörders Carlo Gesualdo.

Auf in eine neue Saison

Im zweiten Teil lässt Alejandro Mettler, der seit 1990 für die Camerata Bern über seine Bratsche streicht, 
argentinische Tangoluft durch den Turbinensaal wehen: Unter seiner Leitung präsentiert das Streichorches­ter gemeinsam mit 26 Schüler*innen von La Sinfonietta der Musikschule Konsi Bern feurige Klassiker von 
Armando Pontier, Anibal Troilo oder Astor Piazzolla.

Und schliesslich geben die musi­kalischen «Bettmümpfeli», die die 
Camerata Bern, die Sängerin Anna Luca und die Schauspielerin Genet 
Zegay am Late-Night-Concert «Songbook» von Jan Dvořák servieren, einen Vorgeschmack auf das, was man von ihm als «Composer in Residence» in dieser Saison erwarten darf.

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