mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Das Orchester spielt die «Symphonie fantastique» von Berlioz und «L'Ascension» von Messiaen.© Simon Hallström
Kursaal, Bern

Im Liebesrausch

Das Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester steht für ein hohes musikalisches Niveau. Auf der aktuellen Frühlingstournee widmen sich die rund 90 Mitglieder der Programmmusik aus Frankreich.

«Der Termin passt mir nicht, da bin ich beim SJSO.» So oder ähnlich klingt es bei Mitgliedern des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters, wenn es auf das jährliche Frühlings- oder Herbstprojekt zugeht. Das 1969 gegründete Orchester ist seit jeher auch ein Sprungbrett für professionelle Karrieren. Zwischen 15 und 25 Jahren alt sind die Musikerinnen und Musiker aus allen vier Sprachregionen. Genommen werden am Probespiel nur die Besten.

Das Konzertprogramm erstellen der langjährige Dirigent Kai Bumann und eine Musikkommission aus Vor­schlägen der Musiker. «Die Stückauswahl ist bei uns relativ speziell», sagt die Geschäftsleiterin Andrea Steiner. Im Hinblick auf das aktuelle Frühlingskonzert sind sie besonders ­gespannt, wie die rund 90 Orchestermitglieder die kleine Bühne und die trockene Akustik im Berner Kursaal, dem ­Provisorium während der Renovation des Kulturcasinos, meistern werden.

Eroberung in fünf Akten

Dabei macht das SJSO einen Abstecher nach Frankreich. Gespielt wird Programmmusik, die einem bestimmten Thema oder Leitmotiv folgt.

Olivier Messiaen trägt das Publikum kurz vor Auffahrt durch seine vier sinfonischen Meditationen von «L’Ascension», um es dann Hector Berlioz’ Liebesrausch zu übergeben. Mit der autobiografisch-musikalischen Liebeserklärung «Symphonie fantastique» begründete der Komponist die Programmmusik. Von den «Träumereien, Leidenschaften» bis zum «Hexensabbat»: In fünf Akten eroberte er das Herz der englischen Schauspielerin Harriet Smithson.

Events zu diesem Artikel

Keine Veranstaltungen

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden